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In Nettetal wurde ein bewegender Abschied für Pfarrer Helbig gefeiert

Kirchliches Leben im Grenzland : Ein bewegender Abschied für Pfarrer Christoph Helbig

Zum 1. Juli fängt Pfarrer Christoph Helbig sein neues Amt an der Stadtkirche in Moers an. Am Samstag kam seine alte Gemeinde in der evangelischen Kirche in Breyell zusammen, um gemeinsam Abschied zu nehmen.

(hb) Zum 1. Juli fängt Pfarrer Christoph Helbig sein neues Amt an der Stadtkirche in Moers an. Am Samstag kam seine alte Gemeinde in der evangelischen Kirche in Breyell zusammen, um gemeinsam Abschied zu nehmen. Dieser besondere Gottesdienst fiel passend in die Zwischenzeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten, von Abschied und Neuanfang.

Im Abschiedsgottesdienst entpflichtete Petra Vahrenhorst vom Synodalvorstand den Pfarrer. Nach 22 Jahren verlässt Pfarrer Christoph Helbig die evangelische Kirchengemeinde Bracht-Breyell. In dieser langen Zeit hat er die Gemeinde geprägt. Seine humorvolle Art hat viele Herzen geöffnet, beim Abschied ist zu spüren, dass viele ihren Pfarrer ungern ziehen lassen. Helbig hat vieles und viele bewegt. Er hat neue liturgische Formen eingeführt, hat die Kirche für neue Lieder und Musik geöffnet. Er hat Familien von Taufe über Konfirmation und Trauung begleitet. Die Stunden mit Sterbenden haben ihm Demut gelehrt.

„Ich bin sehr traurig, dass Du gehst“, bekannte Günter Puts von St. Lambertus Breyell. Er erinnerte an gemeinsame Reformationstage und viele Seniorennachmittage. Puts dankte ihm für eine besondere Freundschaft: „Du bist etwas ganz Kostbares.“ Bürgermeister Christian Küsters (Grüne) würdigte Helbig als unkompliziert und sympathisch, humorvoll und immer hilfsbereit. Auch der Brüggener Bürgermeister Frank Gellen (CDU) war nach Breyell gekommen, um Helbig zu danken. Als Mann der Ökumene habe er gezeigt, dass evangelische und katholische Gemeinden in Bracht gemeinsam ein Pfarrheim betreiben können. Es schlossen sich Redner vom ökumenischen Arbeitskreis, von der Brachter Bruderschaft, dem Männerkreis und dem Presbyterium an. Mit Jörg Zimmer war auch schon ein Vertreter der neuen Gemeinde in Moers dabei, der sich bedankte, dass man Helbig gehen lasse. Er versprach, dass man Christoph Helbig und seine Frau Natascha „pfleglich und gut behandeln“ werde. Mit einem Psalm in der Interpretation des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch war schon ein Stück Moers in den Gottesdienst eingebracht. Der Nachmittag klang bei Pommes und Bier gesellig aus.