Nettetal: In Glabbach soll nun doch bald gebaut werden

Nettetal: In Glabbach soll nun doch bald gebaut werden

Im Bereich der ehemaligen Disko Kneppenhof sind Wohnung und Häuser geplant. Die CDU will das Vorhaben kippen.

Da lachte Hajo Siemes und feixte. Der Vorsitzende der WIN-Fraktion sprach hinterher sogar von einer "historischen Niederlage der CDU". Dabei stand eigentlich nur ein kleines Bauprojekt in der Hinsbecker Sektion Glabbach zur Diskussion. Doch bei der Abstimmung im jüngsten Ausschuss für Stadtplanung wurden grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen in Sachen Bauprojekte deutlich. Wobei die CDU mit ihrer Einstellung allein dastand.

Und darum ging es: Dort, wo in Glabbach die ehemalige Diskothek Kneppenhof steht, soll neuer Wohnraum geschaffen werden. Dazu aber muss der Flächennutzungsplan geändert werden, der dort bislang ein Gewerbegebiet in dörflicher Struktur vorsieht.

Ursprüngliches Vorhaben eines Investors: Acht Einfamilienhäuser bauen. Daraus kann nichts werden, im Einvernehmen mit der Bezirksregierung ist höchstens ein kleineres Bauprojekt denkbar.

Dann kam der Eigentümerwechsel auf dem Grundstück, es gab neue Gespräche und schließlich der Vorschlag der Verwaltung: Diskothek-Gebäude erhalten, darin "Wohnraum schaffen", zusätzlich zwei Einfamilienhäuser bauen. Nicht einverstanden die CDU: Beim "Erhalt des Hauptgebäudes ist eine Entschärfung der Gefahrenkurve nicht gegeben", mahnte Ingo Heymann. Verdutzt die anderen Fraktionen und die Verwaltung - sie sahen den Straßenverkauf nicht als riskant an.

Das Gebäude zu erhalten, sei sinnvoll, weil es "auch um Nachhaltigkeit gehe", meinte Guido Gahlings (Grüne). Als "maßlos übertrieben" kritisierte er die Behauptung der CDU, die Kurve sei gefährlich. Diese Einschätzung teilten dann auch die anderen Fraktionen, die mit ihren acht Stimmen der Verwaltung grünes Licht gaben, das Vorhaben "Änderung des Bebauungsplanes Hi-189 Glabbach" öffentlich zu machen.

Die CDU mit ihren sieben Stimmen unterlag. Sie setzt aber nun auf die nächste Ratssitzung: Weil für den Beschluss "keine Zweidrittelmehrheit" zustande kam, erläuterte Ausschussvorsitzender Willi Pollmann (CDU), kommt das Thema im Rat wieder auf den Tisch.

(jobu)