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Nettetal: Immer weniger Interesse an Gefallenenehrung

Nettetal : Immer weniger Interesse an Gefallenenehrung

Mitorganisator Karl-Heinz Bäumges geht davon aus, dass das Gedenken nicht mehr stattfinden wird

Die Mitglieder der Vereinigung zur Förderung und Gestaltung der Gefallenenehrung in Schaag sind enttäuscht. Zahlreiche Mitglieder der St. Anna- und Hubertus-Bruderschaft hatten den Kreuzgarten in der Woche vor Pfingsten auf Vordermann gebracht und festlich geschmückt. Doch das schien in Schaag nur wenige zu interessieren. Nur vereinzelte Bürger machten sich nach der Kranzniederlegung an der Pfarrkirche St. Anna mit auf den Weg zum Kreuzgarten.

Aufgrund der mangelnden Teilnahme trat Karl-Heinz Bäumges als Vorsitzender der Vereinigung zurück. "Das haben die Soldaten und Gefallenen der vergangenen Weltkriege, der man in Schaag gedenken möchte, nicht verdient", sagt er und geht davon aus, dass eine weitere Gefallenenehrung im kommenden Jahr keinen Sinn mehr macht. Bereits in den vorigen Jahren nahmen nur sehr wenige an dem Gedenken teil. Vor allem enttäuscht waren die Organisatoren von den kirchlichen und weltlichen Vereinen aus Schaag. Von ihnen waren nur wenige Mitglieder vertreten.

Im Kreuzgarten wurde die Messe von Pfarrer Günter Puts und Diakon Helge Völker zelebriert. Musikalische Unterstützung bekamen sie vom Pfarr-Cäcilien-Chor St. Anna und von der Kapelle Schützenlust. Die anschließende Gefallenenehrung fand dieses Jahr vor dem Altar im Kreuzgarten statt. Die sehr spärliche Zahl von "Dagebliebenen" erlebte eine festliche Zeremonie, die mit einem Musikvortrag der Bläsergruppe Schützenlust begann. Es folgten Wortbeiträge und Gedichte. Ortsvorsteher Günter Syben, der eine bewegende Ansprache hielt, forderte alle auf, dass sich die Vereine und Nachbarschaften wieder zusammen finden, damit dieser Brauch nicht aufgegeben werden muss.

(wi)