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Nettetal: Immer die Balance wahren

Nettetal : Immer die Balance wahren

Die Balance zwischen den sechs Nettetaler Stadtteilen zu wahren, ist die Herausforderung, der sich Markus Grühn und seine Mitarbeiter immer wieder stellen.

"Jeder Stadtteil hat eine bestimmte Funktion, die mit den Stärken des Stadtteils zu tun hat", sagt Grühn, der Nettetal nach wie vor "durch die naturräumlichen Gegebenheiten" als bevorzugte Wohnstadt sieht. "Damit haben wir etwas, was andere nicht haben." Die kleineren Stadtteile hätten jedoch unter dem demografischen Wandel zu leiden.

Die Schwerpunkte der Nettetaler Stadtplaner liegen derzeit auf dem Niedieckgelände, der Umlegung der Wasserstraße im Rahmen des Gewerbegebietes Venete ("wo neues Gewerbe entsteht, gibt es auch Bedarf an Wohnungen") und der Gewerbefläche an der B 7 in Breyell, wo sich ursprünglich der Minerwalwasserproduzent MEG ansiedeln sollte, nun aber ein Neubau der Firma Pierburg im Gespräch ist (die RP berichtete).

Projekte in einzelnen Stadtteilen haben laut Grühn Auswirkungen auf die gesamte Stadt — wie etwa die Ludbachpassage. "Die war ein Glücksfall und nötig, damit wir Nettetal als Ganzes am Markt halten", erklärt Grühn und lobt die Nähe des Einkaufszentrums zur Fußgängerzone. Nettetal habe als Mittelstadt auch eine wichtige Funktion für Grefrath und Brüggen.

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Es gibt weitere Beziehungen, die in der Stadtplanung Berücksichtigung finden — wie die Nähe zu Venlo etwa. "Planung macht nicht an der Grenze Halt", sagt Grühn, bemängelt jedoch, dass dieser Umstand bei der Bezirksregierung in Düsseldorf nicht immer richtig gesehen werde. Das Potenzial von Venlo strahle auch auf Nettetal aus. "Das sollte man nutzen. Daher ist es unsere Aufgabe, den Blick dafür zu schärfen", sagt Grühn, und Stadtplaner Ulrich Eckert ergänzt: "Die Niederländer haben das gleiche Problem. An den Rändern lässt das Interesse eben nach."

(RP)