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Nettetal: Im Hospital herrscht Hochbetrieb

Nettetal : Im Hospital herrscht Hochbetrieb

Von wegen besinnliche Adventszeit: Im Städtischen Krankenhaus ist vor Weihnachten besonders viel los. Die 17 Menschen vom Hospital-Team wissen: Jeder Dienst ist anders

Wenn man im Krankenhaus arbeiten möchte, dann gehören auch Wochenenddienste und Einsätze an Feiertagen dazu. So steht auch beim Pflegepersonal und den Ärzten im Nettetaler Krankenhaus der Dienstplan für die Weihnachtstage, Silvester und Neujahr bereits lange vorher fest.

Beispiel Birgitta Hoeren-Bayer. Die Fachärztin für Chirurgie hat 24- Stunden-Dienst ab dem 31. Dezember bis zum Neujahrsmorgen. Sie übernimmt gerne den Silvester-Dienst. Dafür hat die Ärztin Weihnachten frei. Das sprechen die Ärzte untereinander ab. Anders beim Pflegepersonal: "Wenn jemand nicht arbeiten möchte, muss er oder sie sich durchgängig Urlaub nehmen", sagt Petra Hantel, Krankenschwester und Leitung der zentralen Patientenaufnahme.

Doch etwas Besonderes sind die Adventszeit und Feiertage wie Silvester auch im Krankenhaus: Das Team, das sich an den Weihnachtstagen und auch an Silvester um kranke Menschen kümmert, bringt allerlei Leckereien mit zum Dienst - in der Hoffnung, dass zwischendurch mal etwas Zeit bleibt, um gemeinsam zu essen.

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Doch jedes Jahr ist anders: "Ich hatte schon Dienste, da war es sehr ruhig und dann wieder das komplette Gegenteil", schildert Birgitta Hoeren-Bayer. Gerade nach Mitternacht kämen dann Patienten mit Schnitt- oder Brandwunden in die Notaufnahme. Das Team wünscht sich daher: "Alle sollten gut auf sich aufpassen."

Anders als seine Kollegin hat Amir Dadgar, Oberarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Nettetaler Krankenhaus, während der Feiertage frei: "Ich freue mich sehr auf die Zeit mit meiner Familie. An den Feiertagen zu arbeiten ist nicht so schön."

Unzählige Dienste an Feiertagen hat er hinter sich. Viele Patienten hat Amir Dadgar er dabei versorgt. Er wünscht sich daher etwas für seine Kollegen: "Ich hoffe, dass nur die Patienten kommen, die wirklich etwas haben." Die Notaufnahme aufzusuchen, weil der Zeh schmerzt, der bereits zwei Tage vor Heiligabend wehgetan hat, sei nicht zu empfehlen. "Wenn jemand kommt, weil er krank ist, bitten wir um Geduld, wenn es etwas dauert", sagt Amir Dadgar. Denn jeder Patient sei anders.

Das Krankenhauspersonal beobachtete besonders in der Adventszeit, dass mehr Patienten in die Notaufnahme kommen. Petra Hantel nennt einen möglichen Grund: "Die Menschen haben gerade jetzt keine Zeit, um zum Arzt zu gehen. Alle sind im Weihnachtsstress."

Allen Mitarbeitern ist eines jedoch wichtig: Die Menschen, die zu ihnen ins Krankenhaus kommen müssen, sollen sich dort gut aufgehoben fühlen. So lautet auch der Leitsatz des Städtischen Krankenhauses.

(janj)