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Nettetal: Hobbygärtner tauschen Pflanzen

Nettetal : Hobbygärtner tauschen Pflanzen

Der Naturschutzhof im Sassenfeld war am Wochenende wieder fest in den Händen der Hobbygärtner. Die 20. Pflanzenbörse war Anziehungspunkt für Besucher aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Eigentlich sollten die Straßenränder im Sassenfeld zur Pflanzenbörse nicht beparkt werden. Die aufgestellten Parkverbotsschilder mit dem Hinweis des absoluten Halteverbots wiesen eigens darauf hin. Doch die erstmals als Parkplatz ausgewiesene Wiese, die ein Bauer zum Parken zur Verfügung gestellt hatte, wurde zwar von den Besuchern zum Abstellen ihrer Autos gerne angenommen, musste aber schon am späteren Sonntagvormittag ob des großen Besucherandranges kapitulieren.

Die Autokennzeichen zeigten die Beliebtheit der 20. Pflanzenbörse, die seit zehn Jahren zweimal im Jahr vom Naturschutzhof angeboten wird. Privatleute boten Selbstgezogenes zum Tausch oder zum Kauf an, und die Besucher strömten aus ganz Nordrhein-Westfalen auf den Naturschutzhof, der bereits kurz nach der Öffnung fest in der Hand der Hobbygärtner war. Ob Heilkräuter, Buchsbäume, Wasser- oder Sumpfpflanzen — wer seine Rabatte fürs Frühjahr fitmachen wollte, war bei den rund 30 Ausstellern an der richtigen Adresse.

Nicole Wagner aus Oedt hatte Glück, sie ergatterte am Stand der Nettetalerin Rosemarie Hally das letzte Rucola-Pflänzchen. "Mein Mann hat mir gestern ein Hochbeet angelegt, und da kommt das Pflänzchen hinein", erklärte sie und erfuhr von Rosemarie Hally, dass die Salatpflanze winterhart ist und sich selbst aussät. Einige Meter weiter am Kräuterstand entdeckte die Besucherin aus Krefeld zwischen Ysop, Essigkraut, Liebstöckel, Oregano und Schnittlauch den Beinwell, der nicht umsonst als alte Heilpflanze gilt. "Der beste Wirkstoff sitzt in der Pflanzenwurzel, einige Umschläge mit dem Extrakt aus der Wurzel bewirken Wunder", erfuhr die Krefelderin von der Hobbygärtnerin.

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Rosi und Heinz Joppen aus Breyell waren erstmals als Anbieter bei der Pflanzenbörse. "Wir hatten so viele Tomatenpflanzen, die waren zu schade für den Komposthaufen", sagten sie und hatten mehr als 60 Tomatenpflanzen dabei, um sie anderen Hobbygärtnern anzubieten. Dazu kamen noch einige Dutzend Chili-Pflanzen.

Aber es waren auch "alte" Gesichter bei der Pflanzenbörse zu sehen, wie Thomas Dittrich aus Hinsbeck, der bis jetzt keine Börse ausgelassen hat. Neben den Zierpflanzen und Kräutern waren seine winterlichen "Futtertüten", die man im Frühjahr mit einem Windlicht oder mit einer schönen Blume ausstatten kann, der Renner. Heinz Schmitz, Vorsitzender des Naturschutzhof-Fördervereins war überrascht, wie groß die angebotenen Pflanzen schon waren. "Die haben bestimmt neben dem Heizstrahler gestanden", sagte er lachend und warb natürlich um neue Mitglieder am Info-Stand des Naturschutzhofes.

(ivb)