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Nettetal: Hilfe zur Eigeninitiative

Nettetal : Hilfe zur Eigeninitiative

Das Bürgerbüro Breyell im Wohngebiet Speckerfeld steht seit einigen Tagen unter der Trägerschaft des Caritasverbandes. Nun wurde die neue Mitarbeiterin vorgestellt: Manuela Nazemi-Bogda ist Sozial-Pädagogin.

Mit dem Caritasverband für die Region Kempen-Viersen nimmt die Gemeinwesenarbeit im Breyeller Wohngebiet Speckerfeld neue Fahrt auf: So formulierte es Nettetals Erster Beigeordneter Armin Schönfelder bei der Vorstellung von Manuela Nazemi-Bogda, die seit dem 1. Februar das Bürgerbüro in Breyell auf der Berliner Straße 8 leitet und damit die Nachfolge von Ute Clevers antritt.

Die 45-jährige Diplom-Sozialpädagogin bringt langjährige Erfahrungen in Sachen Gemeinwesenarbeit mit: Seit 2007 arbeitete sie zunächst im Begegnungszentrum "Krumm" in Willich-Wekelen, danach wechselte sie in den Treffpunkt Höhenstraße.

Nach dem Weggang von Ute Clevers und der Diakonie als Träger schrieb die Stadt Nettetal die Trägerschaft der Gemeinwesenarbeit im Wohngebiet Speckerfeld neu aus. Gemeinsam mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft für den Kreis Viersen (GWG) finanziert die Stadt Nettetal das Projekt "Lebenswertes Speckerfeld", zunächst über zwei Jahre mit 15 Stunden wöchentlich. Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen hatte Ende Dezember den Zuschlag für die ausgeschriebene Trägerschaft erhalten.

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Beliebte Anlaufstelle

Das Bürgerbüro entwickelte sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer beliebten Anlaufstelle für die Bewohner und ehrenamtlich tätigen im Wohngebiet Speckerfeld. So betreut das "Team Speckerfeld" mit ehrenamtlichen Helfern die Hausaufgabenbetreuung, bei der mehr als 20 Kinder aus der Nachbarschaft Hilfe während ihrer Schulzeit erfahren.

Dem Caritasverband sei es wichtig, dass die bislang von der Diakonie Krefeld und Viersen geleistete Arbeit ohne inhaltliche Brüche fortgeführt werde, betonte Caritasverbands-Geschäftsführer Peter Babinetz. Manuela Nazemi-Bogda sieht sich in ihrer neuen Aufgabe nicht als Einzelkämpferin: "Ich will die Kontinuität fortführen und schnellstens den Kontakt zu den Anwohnern und den Ehrenamtlern herstellen", sagt sie. Sie setzt auf Selbstverantwortung und Eigeninitiative der Anwohner und möchte sie aktiv in die Gestaltung ihres Wohnumfeldes und des Zusammenlebens einbeziehen.

Deshalb will sie zunächst die Interessen der Bewohner kennenlernen, sie unterstützen und begleiten sowie "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten. "Es geht darum, Ressourcen im Wohngebiet zu aktivieren und die sozialen Verbände im Ort stärker in ihre Arbeit einbeziehen", sagt sie. An zwei Tagen in der Woche ist die Sozialpädagogin künftig im Bürgerbüro anzutreffen.

(ivb)