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Nettetal: Haus mit starker Optik

Nettetal : Haus mit starker Optik

Das zweite Studentenwohnheim der Baugesellschaft Nettetal ist im Rohbau fertig. Der Passivhausstandard ist für die Größe des Objektes heute noch sehr ungewöhnlich. Partner ist auch die Fontys Hochschule in Venlo.

Spätestens ab Mai kommenden Jahres vermarktet die Baugesellschaft Nettetal AG ihre 20 neuen Studentenwohnungen an der Ecke Ring-/Buschstraße in Kaldenkirchen. Der Rohbau ist fertig. Jetzt beginnen die Installationsarbeiten.

Die Baugesellschaft setzt mit dem Gebäude nach dem Entwurf des Kempener Architekten Udo Thelen hier in mehrfacher Hinsicht Akzente: Die organische Formensprache mit der welligen Südfassade und dem markanten Treppenturm an der Ecke strahlt optisch die Modernität aus, die den demnächst dort lebenden jungen Akademikern unterstellt wird.

Meilenstein der Energieeffizienz

Der Passivhausstandard mag nach dem Urteil Thelens heute noch "purer Idealismus" sein, der sich zunächst nicht rechnet. Aber angesichts wachsender Anforderungen hinsichtlich Energiebilanz und Energieeinsparung vor der Kulisse zweifellos steigender Preise ist das Gebäude ein Meilenstein. "Das finden sie bundesweit vielleicht zehn Mal", räumte Thelen ein.

Im Bündnis mit der Fontys Hochschule hat die Baugesellschaft sich außerdem die Option einer Mietgarantie für fünf der 24 bis 36 m2 großen Einraumwohnungen gesichert. Im Umkehrschluss festigt das Unternehmen seine Kontakte zur Hochschule, die möglicherweise Grundlagenforschung treiben könnte: Die Baugesellschaft will im demografischen Wandel die Zukunft der heimischen Wohnungswirtschaft ermitteln.

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Vordergründig aber ist der Bau eines zweiten Studentenwohnheims auch ein Beitrag, der Stadt Nettetal ein jugendlich-dynamisches Image zu geben, wie Aufsichtsratsvorsitzender Marcus Optendrenk erklärte. Außerdem will die Baugesellschaft "Flagge zeigen", unterstrich Vorstandssprecherin Susanne Fritzsche. Über den Architektenwettbewerb habe man sich dem Inhalt des Hauses genähert, zu dem auch die Möglichkeit gehört, es in barrierefreie Wohnungen umzuwandeln. Architektur und städtebaulicher Akzent sollen die Stadt bereichern und Vorbild sein.

Das Ergebnis dieses kontinuierlichen Prozesses werden die Studenten bald erfahren. Neun Euro Warmmiete pro Quadratmeter — dazu kommt nur die individuelle Stromrechnung — sind ein starkes Signal. Und dass auf beengtem Raum ein auch ansehnliches Gebäude errichtet werden kann, beweist der Kempener Architekt.

Die ungewöhnliche Form kam zustande, weil die verfügbare Fläche etwas beschränkt ist. Schon jetzt gibt es jedenfalls eine sehr rege Nachfrage. Die Baugesellschaft hat in ihrem Bestand etwa 60 Wohnungen an Studenten vermietet. 40 bis 70 Anfragen liegen dem Unternehmen ständig vor. FRAGE DES TAGES

(RP)