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Hans-Martin Stier tritt am Freitag, 22. März, in Nettetal auf

Interview mit Hans-Martin Stier : Aus dem Leben eines Schauspielers

Hans-Martin Stier kommt am 22. März zum musikalischen Lese-Abend in die Alte Kirche. Er gehört zu den deutschen Charakterdarstellern, die man - einmal gesehen - nicht mehr vergisst.

Sein Gesicht ist ebenso prägnant wie seine Stimme. Den meisten ist er aus Filmen wie „Der Himmel über Berlin“ oder TV-Produktionen wie „Tatort“, oder „Hausmeister Krause” bekannt. Wer ihn auch als Sänger mit biografischen Geschichten erleben will, hat dazu am Freitag, 22. März, ab 20 Uhr in der Alten Kirche, Doerkesplatz 1 in Lobberich, die Gelegenheit. Mit Stier und seiner Band setzt der Kulturkreis der Wirtschaft die Reihe Charakterköpfe fort. Karten für 20 Euro sind zu bestellen unter Ruf 02163 888 4704.

So wie Ihr Leben sind auch die Genres, die Sie als Schauspieler und Sänger bedienen sehr abwechslungsreich. Wie kommt es zu dieser Mischung?

Stier Die Titel und Inhalte der Songs sind auf die Inhalte der Geschichten bezogen. Das sind alles wahre Geschichten, die habe ich so erlebt. Zum Beispiel bei der Story, als wir in Schottland Whiskey geladen haben und den nach Detroit rüber fahren, danach spielen wir dann „Whiskey in the Jar“.

Sind Sie zum ersten Mal in Nettetal?

Stier Ich bin bald zum ersten Mal in Nettetal, aber ich habe jetzt schon einiges gehört, es soll sehr schön sein

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Sind Sie schon vorher einmal in einer Kirche aufgetreten?

Stier Auch die Kirche soll ein schöner Auftrittsort sein. In einer Kirche gedreht habe ich auf alle Fälle schon öfter, Theater gespielt auch. Aber Musik gemacht noch nicht.

Gehört für Sie der Auftritt mit eigenen Geschichten auch zum Schauspielern oder sind Sie dann ganz Sie selbst?

Stier Ich bin eher ich selber, dem ich meine eigenen Geschichten vortrage, dann aber auch als Sänger den Inhalt der Storys kommentiere. Also ich bin ich selbst und Sänger.

Kann man den Programmtitel „60.000 Meilen“ wörtlich nehmen?

Stier  Ja natürlich, es sind wahrscheinlich sogar noch mehr. Ich bin ja insgesamt sechs Jahre zur See gefahren, war dann ein paar Mal in Ostasien, rings um die Staaten rum, bis nach Vancouver hoch, Afrika, Australien… Das sind ja alles riesige Entfernungen.

Wie kam es zur der Idee, Geschichten zu lesen mit musikalischer Untermalung?

Stier Das Programm an sich war schon immer mal eine Idee. Ich habe das Jahre lang mit mir rumgetragen, aber nicht verwirklicht. Vor vier Jahren hab ich dann in Düsseldorf im Theater an der Kö gespielt, mit Dana Golombek und Christoph Orth zusammen. Da kam für mich der Wunsch, dass ich meine Storys aufschreiben will, was ich so erlebt habe. Dana hat mir dann einen Pianisten empfohlen, den ich daraufhin angerufen habe – und der fand meine Geschichten gut. Dann hat er den Perkussionisten dazu geholt, den Gitarristen haben wir dann in Remscheid gefunden.