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Nettetal: Hans Bloemen schießt seit 50 Jahren

Nettetal : Hans Bloemen schießt seit 50 Jahren

"Meine große Liebe gehört dem Land und dem Volk der Bayern", sagt der Hinsbecker. Seit 1985 betreibt er die Bayernstube.

Er ist Ur-Wachtendonker, eingebürgerter Hinsbecker, in seinem Herzen ein echter Bayer und Ehrenmitglied der bayerischen CSU. "Meine große Liebe gilt dem Land und dem Volk der Bayern", sagt Hans Bloemen. In den letzten Tagen musste er viele Hände schütteln und Glückwünsche entgegen nehmen — nicht nur zur gewonnenen Landtagswahl der CSU in Bayern, sondern auch für seine 50-jährige Verbundenheit und Liebe zum Schießsport.

Damit angefangen hat es im Jahr 1963. "Mein Vater hat mir damals für 463 D-Mark eine ,Walther mit Tiroler Backe' geschenkt", erinnert er sich. Seitdem hat ihn der Schießsport nicht mehr losgelassen. Heute ist Bloemen in der zweiten Amtsperiode Vorsitzender des Schützenkreises Viersen und Vorsitzender der Sportschützen Niersland. "In Bayern wäre ich Gauschützenmeister", sagt er schmunzelnd.

In der "Bayernstube", die er seit 1985 betreibt, hat er im ehemaligen Kälberstall einen Schießstand eingerichtet, später kam ein zweiter Schießstand hinzu, heute sind es insgesamt 12 Luftgewehrstände.

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Hier in Glabbach, im Reich von "König Hans", gelten bayerische Regeln. Der Platz vor der Bayernstube wurde zum Franz-Josef-Strauß-Platz, und in der Bayernstube hängen Portraits des großen bayerischen CSU-Vaters, seiner Tochter Monika Hohlmeier wie auch Bilder von CSU-Generalsekretär Alexander Döbrindt, die beide bereits Gäste von Hans Bloemen in der Bayernstube waren und sie als "nördlichste bayerische Region" bezeichneten.

Auch Horst Seehofer kennt Hans Bloemen von den CSU-Parteitagen persönlich. "Man kann von ihm halten was man will, aber er hat eine sehr soziale Einstellung", sagt Hans Bloemen. Wenn er zum Oktoberfest auf die Münchener Wiesn fährt, wird er dort in jedem Jahr vom bayerischen Sportschützenbund herzlich in der Schützenbox im Festzelt empfangen.

Hans Bloemen unterstützt auch die olympische Schießanlage in München und kann in der Bayernstube in jedem Jahr bayerische Gäste begrüßen. Kurz vor Weihnachten wird er immer von der Münchener CSU "eingekleidet" — mit Schirmmütze und CSU-T-Shirt. "In Bayern ticken die Uhren eben anders" sagt er. In seiner Bayernstube in Glabbach hält er die bayerische Tradition aufrecht. Und im nächsten Jahr, so hofft er, könnte ihn die aktuelle Bundesministerin Ilse Aigner in der Bayernstube besuchen. "Das ist aber noch nicht in trockenen Tüchern", sagt er.

(ivb)