Nettetal Handball im Wohnzimmer

Nettetal · Die Handballer des TSV Kaldenkirchen fühlen sich wohl in der neuen Doppelturnhalle. Damit das Gebäude ein Schmuckstück bleibt, haben sie einen Verhaltenskodex beschlossen.

 Sichtlich wohl fühlen sich die Handballer des TSV Kaldenkirchen in der neuen Doppelturnhalle an der Ravensstraße. Sie wollen dafür sorgen, dass sie pfleglich behandelt wird.

Sichtlich wohl fühlen sich die Handballer des TSV Kaldenkirchen in der neuen Doppelturnhalle an der Ravensstraße. Sie wollen dafür sorgen, dass sie pfleglich behandelt wird.

Foto: Busch

Für die Handballer des TSV Kaldenkirchen ist mit dem Bau der Doppelturnhalle an der Ravensstraße ein Traum wahr geworden. "Wir fühlen uns wie im Wohnzimmer", resümiert Abteilungsleiter Manfred Aarts die ersten Wochen im neuen Zuhause. Dort ist es kuschlig warm und hell, die Querelen um die Finanzierung des Gebäudes (die RP berichtete) treten erst mal in den Hintergrund.

Am 7. Januar wurde die neue Halle offiziell eröffnet, und inzwischen sind laut Aarts auch alle "Kinderkrankheiten" abgeklungen: Abgebrochene Griffe an den Schwingtoren wurden erneuert, die Türen öffnen und schließen so, wie sie sollen, die Materialschränke sind gefüllt, und vor zwei Wochen sind die Bänke gekommen. Alles erstrahlt also in noch neuem Glanz, und damit der möglichst lang erhalten bleibt, haben die Handballer, die Hauptnutzer der Halle, während ihrer gestrigen Versammlung noch einmal eindringlich auf ihren Verhaltenskodex aufmerksam gemacht.

33 Jahre gewartet

"Der Kodex besagt, dass alle Betreuer, Trainer und Eltern darauf achten sollen, dass alles sauber und ordentlich gehalten wird", erklärt Manfred Aarts, der die Einhaltung des Kodex' kontrollieren will. "Schließlich haben wir 33 Jahre auf die Halle gewartet und wollen möglichst lange Freude daran haben", sagt Aarts und betont aber, dass man auch die Halle an der Süchtelner Straße wie die eigene behandelt und gepflegt habe.

Für Gastmannschaften wurde eigens ein Sack voller neuer Handbälle angeschafft, damit diese sich nicht mit womöglich verharzten Bällen warm machen müssen und so den Hallenboden ruinieren. Die Kinder nehmen nun auch keine Getränke mehr mit in die Halle, und falls doch einmal ein Malheur passiert, stehen Putzmittel bereit.

Es stehen nun vermehrt Fahrräder vor der Spielstätte des TSV als noch zu Zeiten, da der Verein mangels Halle in Lobberich spielen musste. "Die Spiele dort waren für uns quasi Auswärtsspiele. Unsere Erste Damenmannschaft hatte nicht selten nur zehn Zuschauer, jetzt sind es bis zu 150. Wenn unsere B-Jugend spielt, sind es bis zu 250 Zuschauer", freut sich der Abteilungsleiter, der dieses Phänomen auch bei allen anderen der insgesamt 16 Handball-Mannschaften beobachtet. "Es ist halt alles einfacher geworden, man muss nicht mehr so weit fahren, und die Kinder können mit ihren Fahrrädern selbst zur Halle fahren." Die C-Jugend beispielsweise hat seit der Halleneröffnung vier neue Spieler hinzugewonnen.

Äußerst zufrieden ist Aarts auch mit dem Klima in der neuen Halle, die nach Passivhaus-Standards errichtet wurde. "Es ist immer warm, und es zieht nirgendwo — auch nicht in den Gängen. Die meisten Gastmannschaften beneiden uns um unsere schöne Spielstätte." Lediglich, wenn die Erste Mannschaft spielt und 300 Personen in der Halle sind, müssen die Fenster geöffnet werden, weil es sonst einfach zu warm wird. Aber dafür sind Fenster schließlich da ... FRAGE DES TAGES

(RP)
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