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Nettetal: Gute Noten von den Lesern

Nettetal : Gute Noten von den Lesern

Die Stadtbücherei hat im Sommer erkundet, ob ihre Kunden zufrieden sind und was verbessert werden sollte. Das Ergebnis der Aktion spricht deutlich für die Bibliothek. Mancher Verbesserungswunsch kostet allerdings Geld.

Die Stadtbücherei erfreut sich außerordentlicher Beliebtheit bei ihren Kunden. Und dieser Kreis wächst von Jahr zu Jahr. Bestätigt hat diese Entwicklung eine Umfrage, die die Bücherei im Sommer unter den Bürgern machte. Auffällig ist, dass 95 Prozent aller Teilnehmer der Umfrage Kunden der Bibliothek sind. Negative Kritik gab es kaum, sondern vielmehr Verbesserungsvorschläge.

"Wir werden alle Anregungen umsetzen, soweit es möglich ist", versprach Büchereileiter Ulrich Schmitter im Kulturausschuss. Er hatte zahlreiche Anregungen, die handschriftlich auf Fragebögen oder online eingegangen waren, dem Ausschuss zur Verfügung gestellt. Grenzen dürfte Schmitter dort finden, wo es um die Erweiterung des Angebots geht. Das Team bilden sechs Köpfe, aber nur Schmitter und Birgitt Mager haben Vollzeitstellen.

Team wird gelobt

In nahezu allen Fragebögen werden Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz des Teams hervorgehoben. Sehr zufrieden sind die Nettetaler auch mit der hohen Aktualität des Medienangebots. Die Bücherei wird ihre ebenfalls gelobte Fernleihe noch optimieren. Demnächst sollen Kunden online über ein zentrales Portal Bücher suchen und bestellen können. Über eine TAN zahlen sie zwei Euro Gebühr. Die Bibliothek, bei der das Buch bestellt wurde, liefert es an die Stadtbücherei Nettetal aus, die wiederum benachrichtigt den Kunden.

Deutlich verbesserungswürdig ist aus Sicht der Besucher das knapp 22 Jahre alte Gebäude. Darin ist es den Kunden entweder viel zu warm oder zu kalt. Außerdem klagen sie über mangelhafte Lichtverhältnisse. Moniert wird außerdem, dass nicht ausreichend internetfähige Arbeitsplätze verfügbar sind.

Die Bücherei will verstärkt als Lernzentrum wahrgenommen werden. So hat das Team schulrelevante Literatur zusammengefasst. Die angehenden Abiturienten sollen 2012 auf diesen Service zugreifen können – aber auch sie benötigen für die Arbeit in und mit der Bücherei ausreichenden Anschluss an das world wide web.

Überwiegend kommen die Kunden, um in den Regalen zu stöbern, als Arbeitsplatz wird die Bibliothek seltener genutzt. Das will das Team ändern. Verstärken will es auch seine Bemühungen zur Steigerung des Lesekompetenz. "Wir sind sehr froh, dass wir in dieser Funktion wahrgenommen werden", erklärte Schmitter mit Blick auf die Fragebögen. Neben intensiver Öffentlichkeitsarbeit trage vor allem die Zufriedenheit der Leser zum Erfolg bei: "Viele Neukunden sind durch die klassischen Mund-zu-Mund-Informationen auf uns aufmerksam geworden."

(le-)