Auszeichnung in Nettetal Katholische Grundschule bildet Nachwuchs-Forscher aus

Nettetal-Lobberich · Wie funktionieren Reflektoren? Wie öffnet man Kokosnüsse? Solche Fragen erkunden Kinder der Lobbericher Schule, die als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert wurde.

 Schulleiterin Susanne Dücker freut sich mit ihren Jungforschern über die neue Plakette zum „Haus der kleinen Forscher“.

Schulleiterin Susanne Dücker freut sich mit ihren Jungforschern über die neue Plakette zum „Haus der kleinen Forscher“.

Foto: Bianca Treffer

Langsam aber sicher wird es voll an der Schulwand neben der Eingangstür an der Katholischen Grundschule Lobberich.  Das liegt an den vielen Auszeichnungstafeln, die dort hängen. Angefangen von „Euregioprofilschule“ über „Schule gegen Mobbing“ bis hin zum „Haus der kleinen Forscher“ reichen die Auszeichnungen. Die Forscher haben dabei aktuell Zuwachs bekommen. Zum nunmehr vierten Mal hat sich die Schule am See für das Zertifikat der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ rezertifiziert. Damit ist die fünfte Tafel in Sachen Forschen dazugekommen.

„Es gibt nichts Schöneres als Kinder, die neugierig auf die Welt sind. Forschen gehört bei uns einfach dazu. Es hat einen hohen, fächerübergreifenden Stellenwert“, sagt Susanne Dückers. Dabei zitiert die Schulleiterin den Wahlspruch des ersten Schuljahres, der da lautet „Nur selber denken macht schlau.“ Und beim Forschen muss ganz viel selber gedacht und entdeckt werden. Weil das Forschen für alle Stufen fest im Schulkonzept verankert ist, bereitete die Rezertifizierung mit Einreichen von Projekten und Ausfüllen eines Fragebogens daher keine Probleme.

In der Grundschule wird ganzjährig geforscht und das vom ersten bis zum vierten Schuljahr. Aktuell haben sich die Erstklässler mit der Funktionsweise von Reflektoren auseinandergesetzt. Mit Taschenlampe, Lupe, Spiegeln und Reflektoren ist man dem Geheimnis ihres Leuchtens näher gekommen. „Sie leuchten nur, wenn Licht auf sie fällt“, sagt Jan. Im Autoscheinwerferlicht leuchte man so auf, wenn man etwas Reflektierendes trage. Dann werde man gesehen, fügt Emma an.

Selbst beim Schulobst gehen die Schüler unter die Forscher. „Wir haben uns ein wenig exotisches Obst gewünscht, um Forschen zu können“, sagt Dückers. Zur aktuellen Lieferung gehörten so Kokosnüsse dazu. In den Klassen hat man nun erforscht, wie Kokosnüsse geöffnet werden, was sie alles beinhalten und wie sie wachsen.

Die Schüler halten alles immer in Forscherheften fest. Jede einzelne Klasse hat zudem Werkstattangebote, bei denen ebenfalls experimentiert wird. Bettina Hormes, die Netzwerkkoordinatorin vom Kreis Viersen für die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, zeigte sich vom Forscherdrang der Grundschule beeindruckt, als sie die neue Plakette überreichte. „Ohne Experimente geht nichts“, betont Dückers.

Im Mai fährt die gesamte Schule zum Forschermuseum ins niederländische Kerkrade und am 13. Mai findet in der Schule am See das Schulfest als Forscherfest statt. In einem sind sich die Schüler allesamt einig: Forschen macht jede Menge Spaß – und langweilig wird es auch nie.

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