Nettetal: Grüne: SPD hätte sich früher äußern sollen

Nettetal : Grüne: SPD hätte sich früher äußern sollen

Das Ziel einer personellen und inhaltlichen Alternative zum CDU-Kandidaten Wagner ist gescheitert.

Die Nettetaler Grünen bedauern nach eigenen Angaben sehr, dass es nicht gelungen ist, einen gemeinsamen unabhängigen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters zu finden. "Ziel unserer Initiative mit der WIN-Fraktion war es, alle fünf Parteien und Wählergemeinschaften neben der CDU dafür zu gewinnen, eine gemeinsam getragenen überparteilichen Kandidaten als personelle und inhaltliche Alternative zum CDU-Mann Christian Wagner zu suchen", erklären die Ortsverbandsvorsitzenden Martina Derpmanns und Fred Heyer sowie Fraktionsvorsitzender Guido Gahlings.

Angesichts der Mehrheitsverhältnisse in Nettetal hätte nur eine von einem breiten Bündnis getragene Person eine realistische Chance bei der Bürgermeisterwahl im Mai nächsten Jahres. Leider, so die Grünen, scheiterte die Initiative daran, dass sich die SPD schon vor längerer Zeit auf einen eigenen Partei-Kandidaten festgelegt hatte, so dass eine überparteiliche Lösung nicht mehr möglich wurde. Unverständnis zeigen die Grünen darüber, dass die SPD nicht im Vorfeld ihrer eigenen Kandidatensuche auf die anderen Parteien zugegangen ist, um die Möglichkeiten einer gemeinsamen Suche auszuloten. Eine solche Lösung mit guten Erfolgsaussichten für die Bürgermeisterwahl wäre eine realistische Option gewesen.

Nachdem schon nach einer ersten Gesprächsrunde die FDP keine gemeinsame Basis mehr gesehen hatte und nach einer zweiten Runde auch die WIN-Fraktion abgesagt hatte, sehen auch die Grünen das Projekt parteiübergreifender Bürgermeisterkandidat endgültig als gescheitert an. "Wir sehen keine Chance mehr, die ursprünglich formulierten Vorstellungen umzusetzen. Die Zeit ist wohl noch nicht reif für eine solche Form der Zusammenarbeit, die über den parteipolitischen Tellerrand hinausschaut", bilanzieren die Grünen.

Im neuen Jahr werde man entscheiden, ob man einen eigenen Kandidaten benennt oder ob man sich ausschließlich auf die Stadtratswahl konzentriert.

(RP)
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