Nettetal: Grüne fragen nach Wildblumenwiesen

Nettetal: Grüne fragen nach Wildblumenwiesen

Nettetal soll vor Ort mehr gegen das Insektensterben unternehmen

In ihrem Bestreben, Nettetal gegen das Insektensterben aufzustellen, hat sich die Grünen-Fraktion mit einer Anfrage an den Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz gewandt. Die Politiker wollen erfahren, wie die Stadt mit Blühstreifen und Blumenwiesen umgeht.

Nachweislich hat die Anzahl der Fluginsekten in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch abgenommen, heißt es in dem Antrag. Insekten seien jedoch für die Naturkreisläufe unverzichtbar. Sie dienen als Pflanzenbestäuber, natürliche Schädlingsbekämpfer und wichtiger Teil der Nahrungskette etwa für insektenfressende Vögel und Säugetiere.

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Konkret will die Fraktion etwa wissen: Wo und in welcher Größe wurden Blühstreifen und Blumenwiesen angelegt, wie sind die Erfahrungen damit? Und: Welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung für weitere Flächen? Behandelt wird der Antrag am Dienstag, 12. Juni, ab 18.30 Uhr in der Ausschuss-Sitzung auf dem Naturschutzhof des Naturschutzbundes, Sassenfeld 200 in Lobberich.

Insektenkundler des Entomologischen Vereins Krefeld hatten für 63 Gebiete in NRW, Rheinland-Pfalz und Brandenburg nachgewiesen, dass seit 1989 die Gesamtbiomasse fliegender Insekten um mehr als 75 Prozent zurückgegangen ist.

(emy)
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