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Nettetal: Großes Interesse am Nachbarn

Nettetal : Großes Interesse am Nachbarn

Beim 2. Deutsch-niederländischen Wirtschaftsforum im Mönchengladbacher Borussia-Park wird auch das neue Nettetaler Gewerbegebiet Venete ins Spiel gebracht. WFG hat "einige Fische an der Angel".

Den Geist der Champions League 2012/13 sah Mönchengladbachs Chef-Wirtschaftsförderer Dr. Ulrich Schückhaus angesichts des augenblicklichen Tabellenstandes des Fußballbundesligisten Borussia schon durch das Stadion wehen. Doch vorerst blickten noch die einstigen Borussia-Fohlen Günther Netzer und Berti Vogts auf deutsche und niederländische Geschäftsleute herab: In der Business-Lounge und im VIP-Club Bökelberg ging es um harte Marktrealitäten, Steuern und Arbeitrecht in Deutschland und den Niederlanden. Allerdings: Beide Länder spielen in der wirtschaftlichen Champions League Europas oben mit.

350 Firmen haben Interesse

Nach dem Auftakt vor Jahresfrist in Roermond interessierten sich nun rund 350 Unternehmer fürs Unternehmen im jeweiligen Nachbarland. Die Niederländer waren leicht in der Überzahl. Kein Wunder, es gibt jetzt schon knapp 800 NL-Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, wie deren Hauptgeschäftsführer Dr. Dieter Porschen erfreut feststellte. Dass nun auch Botschaft und Generalkonsulat der Niederlande und niederländische Außenwirtschaftsorganisationen mit von der Partie waren, wertete er als Zeichen für die Bedeutung, die dem Deutsch-niederländischen Wirtschaftsforum inzwischen beigemessen wird.

Geboten wurden zehn Workshops zu Investieren und Finanzieren in beiden Ländern, Arbeitsrecht, Steuerrecht und Social Media; hinzu kamen Branchendarstellungen zu Design, Energie und Wasserbau. Zusätzlich präsentierten sich zahlreiche Beratungsunternehmen, auch die deutsche Finanzverwaltung war zweisprachig dabei. "Ich habe hier viele Adressen gesammelt, da werde ich morgen mal anrufen", sagte ein niederländischer Besucher. Vorab schon gewünschte Gespräche ("Matching") wurden sehr intensiv geführt.

Wo Niederländer jenseits der Grenze investieren können, zeigte Bertram Gaiser von der Standort Niederrhein GmbH: Gleich zweimal tauchte in seiner Darstellung der Gewerbepark "Venete" in Kaldenkirchen auf, näher dargestellt auch als Innovationscampus und Standort eines Hotels. "Venete spielt eine wichtige Rolle, wenn Niederländer einen Standort gleich hinter der Grenze wünschen", bestätigte Manfred Burandt. Der Prokurist der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen glaubt nach den Gesprächen, einige Fische an der Angel zu haben.

Während der Nettetaler Christoph Mülleneisen (Durmus IT Consulting & Solutions, Viersen) beredt für die digitale Archivierung warb, hatte die Viersenerin Elke Fellmann einen Wellness- und Relax-Sessel aufgebaut, der mit Musik, Video und Bewegung Entspannung versprach. Das Angebot wurde gut genutzt. FRAGE DES TAGES

(mme)