Nettetal: Gemeinsam kicken für die Integration

Nettetal: Gemeinsam kicken für die Integration

Integration klappt durch den Sport ganz wunderbar - dachte sich die Flüchtlingshilfe Nettetal und stellte das erste Internationale Hallenfußball-Turnier auf die Beine. In der "Hattrick Hall" in Lobberich kämpften acht Mannschaften aus rund 70 Spielern mehrerer Nationen um den "United Nette"-Pokal 2018.

Die Idee kam von Sandra Breuer, neue Vorsitzende der Flüchtlingshilfe. Ihr war aufgefallen, dass die jungen Menschen in der Unterkunft in Kaldenkirchen müde, frustriert und ideenlos den Tag verlebten. "Da kam die Motivation ,Fußball' gerade recht", sagte sie. Ralf Schröder ergänzte: "Trotz aller kultureller Unterschiede ist die Integration durch Sport sinnvoll und äußerst hilfreich."

Jonas Pleuß und Björn Rulands sprangen als ehrenamtliche Schiedsrichter ein. Organisator Andreas Koll ist seit mehr als zwei Jahren in der Flüchtlingshilfe aktiv. Die dortige Integration geht über den Fußball hinaus, etwa die Ausbildungen in Berufen und Sprachen. "Begonnen wurde dies in den Notunterkünften, und es war erstaunlich, wie die jungen Leute auch aus den umliegenden Städten und Gemeinden gut vernetzt sind", sagte er. Vor allem freue sich der Vorstand darüber, dass viele junge Menschen Deutsch lernen würden. Der Geschäftsführer vom FC Lobberich-Dyck, Jonas Pleuß, berichtete, dass etwa 15 Spieler im Verein sportlich tätig seien und sich inzwischen ein richtiger Freundeskreis mit deutschen Sportlern gebildet habe.

Beim Turnier schaute Ina Prümen-Schmitz, Leiterin des Sozialamts der Stadt, zu. Sieger wurde die Mannschaft mit dem Namen FC Aleppo. Koll kündigte an: "Wir werden dieses Turnier standardmäßig auch in den nächsten Jahren ausrichten."

(wi)