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Nettetal: Geist steter Hilfsbereitschaft

Nettetal : Geist steter Hilfsbereitschaft

Sirenenalarm am Sonntag in Breyell galt der Feier und keinem Feuer: Die Bevölkerung feierte den 125sten Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr. Der große Festzug und ein unterhaltsamer Abend waren die Höhepunkte des Jubiläums.

Es war genau 23 Uhr am späten Freitagabend, als die ersten Böller des Feuerwerks gen Himmel stiegen. Mit dem bunten Feuerwerk endete das Festbankett zu den Feierlichkeiten des 125-jährigen Bestehens der Breyeller Freiwilligen Feuerwehr. Die geladenen Gäste und Besucher waren zuvor in einem Fackelzug vom Festzelt zum Lambertimarkt gezogen, auf dem der Große Zapfenstreich stattfand.

 Wie damals zog ein Pferd den Spritzenwagen von 1889.
Wie damals zog ein Pferd den Spritzenwagen von 1889. Foto: Franz-Heinrich Busch

Echter Bürgersinn

Die Kreisfeuerwehrkapelle spielte das feierliche Abendzeremoniell im Schatten des Lambertiturmes, für die Kameraden der Wehren und die vielen Zuschauer ein ergreifendes Erlebnis. Beim Festbankett hatte Bürgermeister Christian Wagner zuvor die Breyeller Wehr gelobt. "Aus echtem Bürgersinn und gesundem Nachbarschaftsgefüge heraus riefen sie, damals noch mit Schaag zusammen, die Freiwillige Feuerwehr ins Leben", so Wagner in seiner Begrüßungsrede. "Sie sind der ganzen Bevölkerung ein Vorbild, sie haben den Geist der steten Hilfsbereitschaft Tag und Nacht von Generation zu Generation weiter gegeben", so Wagner.

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Schirmherr und Ortvorsteher Hans-Hubert Glock hielt die Festansprache, "ob Brand, Verkehrsunfall, Sturmschaden oder auch Wasserüberflutung, immer ist die Freiwillige Feuerwehr die erste Adresse für eine schnelle und kompetente Hilfe", so der Schirmherr. Und als Geschenk zum Geburtstag hatte er nicht den sonst üblichen Geldumschlag in der Tasche, sondern überraschte die Kameraden mit einem Laptop, "für die Besetzung des neuen Einsatzwagens", so Glock, denn eine moderne Ausrüstung der Feuerwehr gehöre heute dazu.

Nettetals Wehrführer Leo Thönissen, selbst erfahrener Feuerwehrmann und langjähriges Mitglied der Breyeller Freiwilligen Feuerwehr und Löschzugführer, erntete für sein Grußwort viel Beifall. Seine Freizeit für Mitmenschen zu opfern, sei keineswegs mehr "in". "Ihr denkt anders, und keiner lebt für sich alleine", bestätigte er seine Kameraden.

Und auch Kreisbrandmeister Klaus Thomas Riedel bescheinigte der Breyeller Feuerwehr: "Ich bin stolz auf diese Tradition." Er überbrachte einen Gruß des nordrheinwestfälischen Innenministers und überreichte Breyells Wehrführer Stephan Schmacks stellvertretend für die gesamte Breyeller Feuerwehr eine Urkunde.

Am Samstagabend wurde es im Festzelt dann etwas "flotter", als nämlich ein buntes, karnevalistisch angehauchtes Programm für die vielen Besucher bereit stand. Bei Musik der "Rabaue" stand das Publikum im ausverkauften Zelt schon nach den ersten Hits auf den Stühlen und erlebte ein abwechslungsreiches Programm, und für viele Besucher endete der Abend erst mit dem ersten Hahnenschrei.

(RP)