Geschichte der Gastronomie in Nettetal In  Hinsbecks Kneipen ging die Post ab

Nettetal-Hinsbeck · Bier zechen, Pferde zur Rast anzäumen und Briefe in Empfang nehmen – alles konnte man in Hinsbeck vor 150 Jahren noch an ein und derselben Stelle erledigen: in Gaststätten, die gleichzeitig als Poststellen dienten. Und das war lange so.

Die Gaststätte von Wilhelm Fenkes um 1900: Vor der Gaststätte steht die Kutsche des Grafen von Schaesberg mit dem Diener Johann Friederix, Mieter des Kutscherhauses im Hombergen, am Pferd.

Die Gaststätte von Wilhelm Fenkes um 1900: Vor der Gaststätte steht die Kutsche des Grafen von Schaesberg mit dem Diener Johann Friederix, Mieter des Kutscherhauses im Hombergen, am Pferd.

Foto: VVV Hinsbeck

1863 wurde in Hinsbeck eine erste Poststelle, eine sogenannte Postexpedition zweiter Klasse, eröffnet. Bis dahin wurde die Post durch von der Gemeinde berufene Postboten zugestellt, die die Amts- und Privatpost in der Poststelle in Grefrath abholten und dann verteilten. Postexpeditionen waren kleinere, den eigentlichen Poststellen untergeordnete Stellen. Hierfür wurde zwischen Hinsbeck und der Poststelle in Grefrath eine täglich zweimal verkehrende Personenpost eingerichtet.