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Kreis Viersen: Für die Gesundheit in Bewegung bringen

Kreis Viersen : Für die Gesundheit in Bewegung bringen

Der Kreissportbund (KSB) Viersen wurde vor 50 Jahren gegründet. Er versteht sich als Dienstleister und Impulsgeber der Vereine. Gefeiert wird das Jubiläum mit mehreren größeren Veranstaltungen.

Seit 50 Jahren steht dieser Verband für Bewegung und Weiterentwicklung, er versteht sich aber in erster Linie als Dienstleister der ihm angeschlossenen Vereine: Der Kreissportbund (KSB) wird ein halbes Jahrhundert alt. Das feiert er mit mehreren Veranstaltungen. Dabei stehen der Breitensport und wie Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeiten im Mittelpunkt.

Landrat Peter Ottmann würdigte gestern die "wichtige Bündelungsfunktion" des KSB für den Sport und die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung. Der Kreissportbund sei ein Beispiel für gelungene Subsidiarität, also Übernahme von Selbstverantwortung. "Der Kreissportbund ist ein kompetenter Ansprechpartner, der Interessen der Vereine und Sportler richtig aufnimmt und für sie richtig umsetzt", sagte Ottmann.

Vorsitzender Kurt Heinrich führt dies auf eine Zusammenarbeit mit dem Kreis Viersen zurück, die landesweit als vorbildlich gelte. Der Sport genieße hier seit jeher eine besondere Bedeutung. Dieses Selbstbewusstsein manifestiere sich in Verträgen und Vereinbarungen auch mit dem Kreis. Zuletzt war 2005 der "Pakt für den Sport" geschlossen worden.

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Heinrich räumte aber auch ein, dass der KSB bitter nötig geworden sei. Ehrenamtliche Kräfte würden enorm gefordert, sie gingen zum Teil auch hohe persönliche Risiken ein, um Aufgaben in den Vereinen zu erfüllen. Der Kreissportbund habe sich daher die Qualifizierung nicht nur von Übungsleitern sondern auch von administrativen Kräften in den Vereinen zur Aufgabe gemacht. Mittlerweile beschäftige der KSB sechs Kräfte, die mit Binnenverwaltung, aber auch mit der Planung und Umsetzung von Sportangeboten beschäftigt seien. "Das provoziert natürlich den Vorhalt, wir breiteten uns immer weiter aus. Aber wir sind bestrebt, Aufgaben zu bündeln, mit denen die Vereine konfrontiert sind", sagte Heinrich. Umso mehr bedaure er, dass nicht alle Vereine die Möglichkeiten des KSB so nutzen, die er ihnen anbieten könne

Klaudia Schleuter kam 1990 als "Breitensportfachkraft" zum Kreissportbund. Heute leitet sie die Geschäftsstelle im Kreishaus. Sie hat erlebt, dass sich die Ansprüche an den KSB gewandelt haben. "Der Sport hat immer mehr gesellschaftliche Aufgaben übernommen", erklärte sie. Über manche dieser Ansprüche könne man sicherlich diskutieren, aber "wir können in dem Zug nur mitfahren und ihn nicht anhalten". Die Arbeit des Kreissportbundes sei geprägt vor allem durch die Nachfrage von Bedürfnissen.

Dass der KSB immer auch selbst Taktgeber für wichtige Entwicklungen war, zeigt das Thema Sport und Gesundheit. Der Arzt Michael Siemes aus Hüls "erfand" den Koronarsport 1979 im Kreis, den einige Vereine bald übernahmen. Die Kombination von Sport mit Gesundheit und Rehabilitation aller Altersgruppen nimmt seither eine besondere Rolle ein. "Wir verstehen Sport auch als Medium und Hilfe zur Lebensgestaltung und zur Bewältigung von Anforderungen der Arbeits- und berufswelt", erklärte Kurt Heinrich.

(RP)