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Nettetal: Für besseres Ortsbild sorgen

Nettetal : Für besseres Ortsbild sorgen

Der Verkehrsverein Breyell will eine weitere Hundekot-Station aufstellen und auf dem Generationenspielplatz die fehlende Kinderrutsche anschaffen. Generell ärgern die Mitglieder sich über vielfältige Formen der Verwahrlosung.

"Der Ort wird immer mehr von Hunden verkotet", berichtete sichtlich verärgert Christian Stein während der Jahresversammlung des Verkehrsvereins in der Gaststätte Kreuels. Der CDU-Ratsherr, gleichzeitig Vorsitzender des städtischen Fachaussschusses für öffentliche Sicherheit und Ordnung, begrüßte ausdrücklich die Initiative des Verkehrsvereins, "Hundekot-Stationen" in Breyell aufzustellen.

Der Verkehrsverein ist sehr bemüht, das Ortsbild zu verbessern. Dies berichtete die Vorsitzende Hubertine Kreuels anhand von zahlreichen Beispielen. Der Verein hofft, dass er damit Impulse setzt für Bürger, die von sich aus oder in Absprache mit dem Verein mehr für das Image des Stadtteils tun.

Eine zweite Hundekot-Station wird der Verkehrsverein im Wohngebiet Berg aufstellen. "Seitdem wir den Automaten aufgestellt haben, wurden bereits mehr als 2500 Kotbeutel verbraucht", freute sich Hubertine Kreuels. Sie werte dies als Zeichen dafür, dass "der Automat angenommen wird".

Vielfach aktiv

Mit dem Rückblick auf das abgelaufene Jahr berichtete sie von weiteren Aktionen. So beteiligte sich der Verkehrsverein wieder an den Kosten für die Beleuchtung beim Christkind'l-Markt. Er bepflanzte die Blumenkübel in der Fußgängerzone und initiierte erneut die Aktion Wirbelwind, an der sich die Gemeinschaftsgrundschule und der Kindergarten Lummerland sowie viele Privatleute beteiligten.

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Die Intention, alle Breyeller Vereine mit ähnlicher Zielrichtung unter einem Dach zu vereinen, ziehe sich aber weiter hin, berichtete sie. "Nicht alle Vereine sind dazu bereit", sagte sie enttäuscht. Einen größeren Geldbetrag will der Verkehrsverein auf dem Generationenspielplatz investieren. Hier soll eine Rutsche für Kinder aufgebaut werden. Schon vor geraumer Zeit hatte der benachbarte katholische Kindergarten die Ausstattung des Generationenspielplatzes für Kinder bemängelt. Der Verkehrsverein will Abhilfe schaffen und am vorhandenen Holzspielgerät eine zusätzliche Rutsche installieren lassen.

Auch in die Gestaltung des geplanten Gebietes um den Breyeller Bahnhof herum, will sich der Verkehrsverein einbringen. "Wir wollen uns mit der Stadt zusammensetzen und schauen, wie sich der Verkehrsverein, der ja auch ein Verschönerungsverein ist, dort einbringen kann", kündigte Hubertine Kreuels an. Auch die Politik sei bereit, sich mit dem Verkehrsverein zu beraten, erklärte Christian Stein. Man wolle die konkreten Pläne vorzustellen, um dann zu entscheiden, welche Aufgaben der Verkehrsverein Breyell übernehmen könne.

Etliche Mitglieder beklagten generell fehlende Sauberkeit im Ort. Außerdem seien "wild blühende" Gräser beispielsweise in der Fußgängerzone auch keine Zierde. Nach wie vor sind die Breyeller nicht damit einverstanden, dass fehlerhaftes Pflaster zugeteert wird. Das Flickwerk führe genauso zu Verdruss wie die seit einem Jahr kaputten Stufen am Lambertimarkt.

(ivb)