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Nettetal: Fünf Chefs sind Botschafter der Stadt

Nettetal : Fünf Chefs sind Botschafter der Stadt

Beim Neujahrsempfang stellte Bürgermeister Wagner Unternehmer vor, die sich für Nettetals Zukunft engagieren.

Die Geschäftsführer von fünf unterschiedlichen Unternehmungen in der Stadt haben sich bereiterklärt, künftig als "Botschafter des Wirtschaftsstandortes Nettetal" für die Ziele ihrer Stadt einzutreten. Bürgermeister Christian Wagner stellte sie während des Neujahrsempfangs im Rathaus vor. Ihre Aufgabe werde es nun sein, die Attraktivität Nettetals für Unternehmer nach innen und außen darzustellen, erklärte Wagner.

Ihrer Stadt ein "Gesicht geben" wollen in Zukunft Ralf Stobbe (Suthor Papierverarbeitung in Lobberich), Christoph Dicks (Peter Dammer Stahlbau in Kaldenkirchen), Robert Hellmann (Tischlerei und Bestattungsunternehmen in Lobberich), Henning Thomas Graf von Schwerin (Schloss Krickenbeck GmbH) und Dr. Peter Welters (Phytowelt Green-Technologies). Sie alle sollen auf unterschiedlichen Gebieten ihr fachliches Gewicht in die Waagschale werfen, um Nettetal voranzubringen.

Sie alle sind auch "geborene Mitglieder" im Venete-Beirat. In Kürze will Wagner mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft diesseits und jenseits der Grenze überregionale und grenzüberschreitende Aktivitäten in Zusammenarbeit und Entwicklung starten. Die Stadt habe eine gute Ausgangslage dafür durch die jüngste Strukturentwicklung erreicht, stellte Wagner fest. Dies reiche von idealen Verkehrsverknüpfungen und dem Venete-Gebiet bis hin zu der Tatsache, dass die Stadt der Versuchung widerstanden habe, ihre Einnahmen mit Steuererhöhungen zu verbessern.

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Nettetal dürfe stolz sein auf den Beitrag vieler Bürger, Entwicklungspotenziale zu definieren und neue Kräfte abzurufen. Daran werde die Stadt anknüpfen mit dem ehrgeizigen Ziel eines Stadtentwicklungskonzeptes. Wagner unterstrich, die Bürger auch hier mit Stadtteilbegehungen und Bürgerforen einzubeziehen. Nach eingehender Beratung der Ergebnisse werde er die Entscheidungen treffen. Auch ihm sei nicht entgangen, dass häufig ein pessimistischer und ablehnender Grundton in Internetforen und Netzwerken vorherrsche. "Das Mittun in einem demokratischen Gemeinwesen" sei allerdings mehr "als das flüchtige Äußern von Kritik im Einzelfall, das schnelle Erheben einer Forderung oder die generelle Unzufriedenheit mit getroffenen Entscheidungen". Wagner berief sich auf einen Satz des Bundespräsidenten Joachim Gauck, nach dem Demokratie die großartige Chance biete, "Verantwortung zu leben".

Auch wenn er persönlich empfinde, dass "Kritik zynischer, der eigene Horizont kleiner und Gelassenheit geringer geworden" seien, gebe es zahllose Beispiele dafür, dass in der Stadt viele Menschen aktiviert werden könnten. Vielleicht hätten sich vor Jahren noch mehr Menschen an solchen Prozessen beteiligt. Aber die gut einjährige Diskussion um den Leitzielprozess hätten 400 bis 500 Bürger aktiv begleitet. Ein bis zwei Prozent der Bevölkerung heute zu motivieren, konstruktiv mitzuarbeiten und Kritik in Taten umzusetzen, sei bemerkenswert und ein Grund zum Stolz. Andererseits erteilte Wagner neuen Formen von Bürgerbeteiligung eine Absage. "Eine Stadt muss auch weiter in der Lage sein, zügig Entscheidungen verantwortlich zu treffen." Das sei faktisch die Aufgabe der Politiker, die den Auftrag von den Bürgern dazu erhalten hätten.

FRAGE DES TAGES

(RP)