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Nettetal: Fraktion berät über Maßnahmenkatalog

Nettetal : Fraktion berät über Maßnahmenkatalog

Ein vorgelegtes Konzept war aus Sicht der Fraktionen im Bereich möglicher Kosten zu vage. Außerdem sollen weitere Punkte, wie beispielsweise das kulturelle Angebot Nettetals, mit aufgenommen werden.

Es wird nach wie vor an der Entwicklung eines Tourismuskonzepts für die Stadt gearbeitet. Der Maßnahmenkatalog, der in der letzten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses vorgelegt wurde, war aus Sicht der Fraktionen vor allem im Bereich der möglichen Kosten zu vage gehalten. Daran soll nun gearbeitet werden.

Berücksichtigt wurden bei diesem Konzept unter anderem das mit "intensiver Bürgerbeteiligung" erstellte Stadtentwicklungskonzept, welches weitere Anregungen zur Tourismusförderung enthält. Ebenso wurde der inzwischen vom Kreis Viersen erstellte Masterplan mit ins Konzept aufgenommen. Daraus und aus dem im Jahre 1999 erstellten dwif-Tourismusgutachten und dem SPD-Antrag zum Tourismuskonzept wurden nun sieben strategische Ziele für den Tourismus in Nettetal gefasst. 1. Weitere Konzentration auf die Kern-Zielgruppen unter besonderer Berücksichtigung des Tagestourismus; 2. Stadtteile in das gesamte touristische Angebot integrieren, insbesondere Belebung der Innenstädte; 3. Angebots-Qualitäten verbessern; 4. Marketing weiter ausbauen; 5. Kontakte zu den touristischen Leistungsanbietern intensivieren; 6. (Grenzüberschreitende) Kooperationen pflegen und ausbauen, Verzahnung und Zusammenarbeit der kommunalen Akteure zur regionalen Ebene (Niederrhein Tourismus), aktive Mitarbeiter der kommunalen Akteure auf der regionalen Ebene; 7. Toursimus-Bewusstsein der Bevölkerung stärken.

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Aus diesen sieben Punkten wurde nun ein Maßnahmenkatalog erstellt, der an vielen Punkten noch zu ermittelnde Kosten aufweist.

Eigentlich sollte dieser Katalog durch den Ausschuss beschlossen werden. Doch nahezu allen Parteien waren die noch zu ermittelnden Kosten zu vage, und damit auch der Beschlussvorschlag zu ungenau gefasst, um darüber abzustimmen. "Sollen wir hier einen Maßnahmenplan mit offenen Kosten beschließen?", brachte es Hans-Willy Troost (FDP) als erster auf den Punkt. Dietmar Sagel, der städtische Wirtschaftsförderer, erklärte daraufhin, die Verwaltung wolle eine "politische Freigabe" für einen Katalog, über den mit den ermittelten Kosten später, noch abgestimmt werden soll.

Ingo Heymann erklärte darauf hin, seine Fraktion habe ein "Problem, Maßnahmen zu beschließen, deren Ausmaß nicht bekannt ist". Guido Gahlings (Grüne) betonte, dass es sich nicht um ein "theoretisches Konzept" handle. Die angekündigte Anbindung an das niederländische Radwegenetz bezeichnete er als "Quantensprung zur besseren Vermarktung Nettetals". Der WIN-Fraktion kommt das kulturelle Angebot Nettetals im Konzept zu kurz.

Andreas Zorn bat darum, beispielsweise Veranstaltungen wie die Nettetaler Literaturtage oder "Veranstaltungen die nicht unter städtischer Trägerschaft" stehen mit aufzunehmen. Für Renate Dyck (SPD) muss das Konzept "mit Leben gefüllt werden", außerdem sorge die Schließung dreier Geschäfte in Breyell nicht für die Steigerung der Attraktivität der Ortsteile.

Nach dieser Diskussion fasste Bürgermeister Christian Wagner den Beschlussvorschlag neu. Darin hob er den Finanzierungsvorbehalt noch einmal deutlicher hervor, dem alle Ausschussmitglieder dann geschlossen zustimmten.

(pepp)