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Nettetal: Fitness auf dem Spielplatz

Nettetal : Fitness auf dem Spielplatz

Seit gestern stehen auf dem neuen Generationenspielplatz in Breyell Trainingsgeräte aus Edelstahl. Deren Handhabung erklärte Diplom-Sportlehrer Klaus Schmitz zahlreichen Besuchern.

Was in den 70er-Jahren die Trimm-Dich-Pfade waren, sind heute mehr und mehr Übungsgeräte für alle Generationen, die auf den sogenannten Generationenspielplätzen stehen. Auf dem Generationenspielplatz in Breyell, Am Kastell, stehen seit gestern vier wetterbeständige Geräte aus Edelstahl, die Trainingsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für Jung und Alt bieten. "Outdoorsport ist in, der Aufenthalt an der frischen Luft leistet einen Beitrag zur Gesundheitserhaltung", weiß Physiotherapeut und Diplom-Sportlehrer Klaus Schmitz, Betriebsleiter des städtischen Gesundheitszentrums Nette-Vital, der zu einer Fitnessstunde auf den Generationenspielplatz eingeladen hatte und den vielen Interessierten eine kurze Einführung an den Geräten gab.

Sechs Stationen

Insgesamt gibt es auf dem Breyeller Spielplatz vier Geräte, von denen zwei jeweils von zwei Personen gleichzeitig genutzt werden können. "Also sind es zusammen sechs Stationen", sagte Schmitz. Die 45-jährige Andrea Sprenger probierte gleich den Beintrainer aus, hielt sich dabei mit beiden Händen an der Querstange fest und stieg auf die gelbe Trittfläche. So, als würde sie gehen, schritt sie abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen vor und zurück. "Um Überdehnungen zu vermeiden, ist hier eine Schwenkbegrenzung eingebaut", versicherte Klaus Schmitz. Der Beintrainer stärkt nicht nur die Beinmuskulatur, sondern trainiert gleichzeitig das Gleichgewicht und die Koordination.

Auch der Gleichgewichtstrainer gleich nebenan, fördert die Körperwahrnehmung und Bewegungskoordination. Und so funktioniert's: Sich auf einer runden Platte drehend, muss man versuchen, während des Drehens das Gleichgewicht zu halten, "ohne sich dabei festzuhalten", schmunzelt Klaus Schmitz. Ein weiteres Gerät ist der Rückentrainer, der die Beweglichkeit der Wirbelsäule fördert. Das vierte Gerät ist der Ganzkörpertrainer, der die Kondition steigert und gleich mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht.

"Die Idee ist einfach: während die Kinder an den Spielgeräten spielen, können die Erwachsenen an den Fitnessgeräten etwas für ihre Gesundheit und zur Erhaltung ihrer Gesundheit tun", erklärte Klaus Schmitz den Interessierten. Und die Nähe zum Seniorenheim Curanum sowie zum Kindergarten St. Lambertus ist bei der Einrichtung des Generationenspielplatzes gewollt "und auch förderlich. Denn gerade bei älteren Menschen beugt Bewegung vielen Krankheiten vor und schult den Gleichgewichtssinn", sagte der Physiotherapeut. Im Frühjahr will Klaus Schmitz übrigens weitere Einführungsstunden anbieten.

(RP)