Umweltschutz in Brüggen und Nettetal Bunkereingang im Brachter Wald gegen Vandalen zugeschweißt

Nettetal · Die Feuerwehr hat der Biologischen Station Krickenbecker Seen geholfen, ein Fledermaus-Quartier im Brachter Wald gegen Vandalen zu sichern. Fledermäuse wie das Braune Langohr nutzen die Überreste eines alten Bunkers für Ruhezeiten oder als Winterquartier.

 Der Gerätewagen der Nettetaler Feuerwehr war mit einem Stromaggregat im Brachter Wald im Einsatz.

Der Gerätewagen der Nettetaler Feuerwehr war mit einem Stromaggregat im Brachter Wald im Einsatz.

Foto: Biologische Station Krickenbecker Seen/biologische Station Krickenbecker Seen

(hb) Die Radfahrer und Wanderer im beliebten Naturschutzgebiet Brachter Wald wunderten sich über den großen Feuerwehrwagen mitten im Wald. Bei der Trockenheit und der erhöhten Waldbrandgefahr war hoffentlich nicht wieder Wald in Brand geraten? Es war der Gerätewagen der Feuerwehr Nettetal, der wieder im Einsatz war.

Dieser Einsatz diente aber nicht der Feuerbekämpfung, sondern sollte helfen, einen von Fledermäusen als Quartier genutzten Bunker wieder sicher herzurichten. Damit soll das Überleben der seltenen und bundesweit geschützten Fledermäuse wie Braunes Langohr und Fransenfledermaus gesichert werden. Vandalen hatten in den letzten Wochen wiederholt den alten Bunkerrest, in dem die Fledermäuse den Tag verschlafen oder ihn als Winterquartier nutzen, aufgebrochen und mit Unrat gefüllt. Sogar die Abdeckung des Eingangs mit viel Sand wurde von Unbefugten immer wieder entfernt und der Deckel geöffnet. Diese Öffnung galt es dauerhaft zu verschließen und dennoch den Fledermäusen einen Ein- und Ausflug zu ermöglichen.

Die Biologische Station Krickenbecker Seen hatte zusammen mit dem ehrenamtlichen Fledermausschützer Ernst Holthausen die Feuerwehr um Unterstützung gebeten und dazu war sie gerne bereit. Es musste reichlich Strom an diesen abgelegenen Ort gebracht werden, damit der Eisendeckel fest zugeschweißt werden konnte. Da beim Schweißen auch Funken fliegen, war es zu dieser trockenen Zeit besonders sinnvoll, diese Arbeiten zusammen mit der Feuerwehr Nettetal durchzuführen. Jetzt hoffen die Naturschützer, dass die Fledermäuse endlich ungestört bleiben.

(hb)
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