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Nettetal: Feuerwehr ist gut gerüstet

Nettetal : Feuerwehr ist gut gerüstet

Zur Hauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Nettetal zeigte sich der Vize-Kreisbrandmeister Jansen beeindruckt vom Ausbildungsstand in allen Löschzügen. Bürgermeister Wagner dankte für die Bevölkerung.

"Die Hilfe bei vielen Notfällen und die Bereitschaft, rund um die Uhr Dienst für den Nächsten zu leisten, werden von Ihnen in vorbildlicher Weise geleistet. Und das geschieht nicht nur mit großem Einsatz und dem Mut zur Risikobereitschaft, sondern in einem außerordentlich professionellen Ausmaß." Bürgermeister Christian Wagner bedankte sich bei der 42. Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Nettetal nachdrücklich den Mitgliedern.

Nettetals Feuerwehr bilden 200 Männer und Frauen im aktiven Dienst, dazu kommen die Jugendfeuerwehr mit 23 Mitgliedern sowie 76 Alterskameraden, 35 aktive Musiker, sechs Passive der Kapelle und 34 Aktive im Trommlerkorps. Die seit sieben Jahren existierende Jugendfeuerwehr unter Leitung von Mario Doll ist die Nachwuchsschule schlechthin, denn etwa 60 Prozent ihrer Mitglieder rücken später auf zu den "Großen".

340 Einsätze

Wehrführer Leo Thoenissen berichtete, die Löschzüge seien im vergangenen Jahr 340 Mal ausgerückt. Es gab zwei Großbrände, 20 Mittel- und 94 Kleinbrände, 39 technische Hilfeleistungen, 30 Verkehrsunfälle, 20 Personen in Not, 13 Tiere in Not, 18 Öleinsätze, 12 GSG-Einsätze, einen Tauchereinsatz und 13 Unwetter-Einsätze. Neben 45 Fehlalarmierungen durch Brandmeldelagen gab es 16 weitere Fehlalarme und zwei böswillige Alarmierungen sowie sonstige, nicht näher erläuterte Einsätze.

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Die Wehr leistete 5233 Einsatzstunden, umgerechnet sind das 218 Tage. Hinzu kommen 38 950 Dienststunden, also Lehrgänge und Ausbildungen sowie andere Aufgaben. Die Kreisfeuerwehrkapelle spielte zum Totengedenken und begleitete auch die Ehrungen musikalisch. Es war eine Einstimmung auf die Konzerte am 17. und 25. März in Kaldenkirchen und Lobberich.

Stellvertretender Kreisbrandmeister Franz-Heiner Jansen (Kempen) bedankte sich ebenfalls für die Einsatzbereitschaft der Nettetaler Wehr. "Es genügt nicht, helfen zu wollen, man muss es auch können", mahnte er. Aber der Ausbildungsstand in Nettetal sei ausgezeichnet. Dies unterstrich auch Erster Polizeihauptkommissar Helmut Anderski als Leiter der Nettetaler Wache. Die Zusammenarbeit sei sehr gut. Ehrenwehrführer Reinhold Heußen bedankte sich für die Unterstützung beim Aufbau und der Jubiläumsfeier des nun zehnjährigen Museums in Breyell.

Größere Investitionen betreffen den bereits der Öffentlichkeit vorgestellten Einsatzleitwagen in Breyell, den Aus- und Umbau des Gerätehauses in Hinsbeck (verbunden mit sehr viel Eigenleistung), hydraulische Bergungsgeräte und ein Mannschaftstransportfahrzeug in Hinsbeck. Vorgesehen sind die Anschaffung eines Fahrzeugs für Hinsbeck, ein Tanklöschfahrzeug in Breyell sowie Digitalfunk für rund eine halbe Million Euro und Aus- und Umbauarbeiten in Breyell.

(sa)