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Nettetal: FDP will in Turnhalle feiern

Nettetal : FDP will in Turnhalle feiern

Hinsbeck hat weiterhin keinen Saal, weil es keinen geeigneten Standort für einen Neubau gibt. Der frühere Saal ist seit Jahren stillgelegt, das wird so bleiben. Die Liberalen fordern eine nachhaltige Lösung des Problems.

Die Hinsbecker Karnevalisten werden vorerst keinen Büttenabend im Saal ausrichten können. Hoffnungen, es werde ein Standort für den Bau eines neuen Saales gefunden, haben sich zerschlagen. Die FDP-Fraktion hält unterdessen an ihrem Vorschlag fest, die Turnhalle im Schulzentrum als kombinierte Sport- und Versammlungsstätte herzurichten.

In den beiden vergangenen Jahren sind mehrere Standorte diskutiert und verworfen worden. Hinsbeck hat keine geeigneten Freiflächen, weil das Dorf von Landschaftsschutzgebieten umgeben ist — der Preis einer besonders attraktiven Wohnumgebung und einer prosperierenden Tourismuswirtschaft. Die Bezirksregierung und zahlreiche Bürger verhinderten Neubauten auf der Heide, in der Nähe des Friedhofs oder an der Krickenbecker Allee.

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Hans-Willy Troost, meint, die Turnhalle könne einen Ausweg bieten. "Die Turnhalle muss energetisch modernisiert werden. Es wäre nach unserer Auffassung sinnvoll zu prüfen, ob die Halle dann zum Versammlungsraum umgestaltet werden kann.

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Vielleicht profitieren auch die Schulen davon. Das wäre eine wirkliche Wertschöpfung", sagt Troost. Die Stadt sei ohnehin bereit gewesen, einen ansehnlichen Betrag in den Standort Krickenbecker Allee zu stecken, um die Infrastruktur dort zu fördern.

Tiefen Riss hervorgerufen

"Verwundert" sei die FDP darüber, dass der Bürgermeister das Thema wieder im Kulturausschuss beraten lasse. "Man muss bekannte Fragen nicht neu stellen. Was soll sich an neuen Erkenntnissen ergeben? Hinsbeck benötigt keine neue Grundsatzdebatte über längst entschiedene Themen, sondern einen Saal.

Der Nettebetrieb befasst sich mit Umsetzungsaufgaben, das hätte gereicht." Die FDP wolle nicht, dass noch relativ frische Wunden neu aufgerissen werden. "Die Umfrage zum Standort Krickenbecker Allee hat in Teilen Hinsbecks einen tiefen Riss hervorgerufen."

Planungs- und Nettebetriebs-Ausschuss haben mittlerweile entschieden, dass die beantragte Turnhallen-Lösung bau- und planungsrechtlich geprüft wird. Troost schiebt nach, die FDP wolle unbedingt die Wirtschaftlichkeit der Variante geprüft haben. "Das betrifft auch Synergie-Effekte und Folgekosten", erklärt Troost. Vor 2013 gehe ohnehin nichts, das lasse der Doppelhaushalt 2011/12 nicht zu.

Die Liberalen halten nichts davon, erneut eine "Light-Variante" auf der Heide zu beraten, die die Verwaltung angeregt hat. "Der Widerstand dort wird ebenso heftig sein wie vorher. Außerdem macht es sich nicht gut, bei der Bezirksregierung mit einer neuen Planung ausgerechnet an dieser empfindlichen Stelle aufzumarschieren. Die hat den Standort schon einmal für den festen Saalbau abgelehnt."

(RP)