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Farbenfroher Textilmarkt am Textilmuseum in Nettetal

Textilmarkt in Nettetal : Ein Garten voller Kreativität

Farbenfroh, kreativ und einfach nur schön — der Textilmarkt auf dem Gelände des Textilmuseums „Die Scheune“ punktete auf der ganzen Linie. Aussteller und Besucher waren zufrieden.

Der verwunschene Garten des Textilmuseums „Die Scheune“ hat sich in eine bunte Ausstellungsfläche verwandelt. 19 Aussteller haben im Rahmen des Textilmarkts ihre Stände aufgebaut und zeigen Kreativität pur. Bei Nicole Schmitz etwa rattert die per Muskelkraft betriebene Singer-Nähmaschine. Was aus dem Stück Stoff unter der Nähnadel entsteht, können die Besucher nur erahnen. Es könnte eine der Schmucktaschen werden oder aber auch ein Stiftemäppchen. Die fertigen Produkte an ihrem Stand, zu denen unter anderem auch Patchworkdecken und handgestrickte Socken mit dem Slogan „Socken für Dich“ gehören, spiegeln ihre Ideenfülle wider.

Auch Svea Dörte Wittner kann bei der Herstellung eines ihrer Produkte über die Schulter geschaut werden. Die Hückelhovenerin hantiert mit der Schmuckzange. „Ich stelle gerade den Zwischenhalter zwischen Ohrhalter und Kronkorken her, damit der Kronkorken in Position bleibt“, erklärt sie. Neben vielen Stoff-Upcycling-Produkten aus alten Jeans und Ledercouchen gehören witzige Ohrringe aus Kronkorken nämlich auch zu ihrem Angebot. 

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Ob die aus Pappmaché, Stoffen, Bordüren und Glitzersteinen bestehenden Kronen als auch die gefilzten Mützen von Michaela Bailig aus Aachen oder die von Annette Tourna geknoteten Hundeleinen und Halsbänder: Überall kann gestaunt werden. Unterschiedliche Handarbeitstechniken und Materialien sorgen für eine Vielzahl von Produkten, die die Besucher begeistern. „Ich lege auf den Stoff Blätter, manchmal auch ein wenig Kurkumawurzel wegen der Farbe. Dann wird das Ganze eingerollt und kommt in den Dampf. Entweder geht dafür ein Einkochkessel oder ein Entsafter in den Einsatz. So entstehen diese Muster“, erklärt Barbara Schmidt an ihrem Stand die Technik vom Eco-Print, der für feine Blattmuster auf Taschen, Kissen und Notizbüchern, deren Einband aus veganem Leder besteht, sorgen. Wie aus Stoffen und Papier, Technik, einem feinen Gefühl für Farbe sowie viel Kreativität fantasievolle dreidimensionale Bilder entstehen, zeigt Ursula Mühling an ihrem Stand. Die Kaldenkirchener Taschenmanufaktur gehört ebenfalls zu den Ausstellern. „In der Regel arbeiten wir nach Kundenwünschen. Hier zeigen wir heute einmal alles, was wir aus Leder machen“, sagt Sonja Meies.

Wer selber kreativ im Textilbereich unterwegs ist, der findet die benötigten Ausgangsmaterialien wie Stoffe, Spitzen, Bordüren und Wolle ebenso. Beim Verkaufsstand von Inge Hoffmann steht die Auflösung ihrer Webwerkstatt als Grund hinter ihrem Warenverkauf. „Ich werde jetzt 85 Jahre alt, da wollte ich etwas kürzer treten“, sagt die Odenthalerin, die seit 20 Jahren mit dem Textilmuseum verbunden ist.

Aber nicht nur der Garten zieht die Besucher an. Im Textilmuseum selber lockt die Wanderausstellung „Keep your eye on the planet“ der Deutsch-Afghanischen-Initiative Guldusi. Internationale Künstler haben in ihre Textilwerke, die sich allesamt um das Thema Ökologie drehen, gestickte Augen aus dem afghanischen Stickprogramm Guldusi eingearbeitet. Was dabei entstanden ist, lässt die Besucher staunen und vor den Werken verweilen.