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Nettetal: Experimente für junge Forscher

Nettetal : Experimente für junge Forscher

Den Geheimnissen der Physik, Chemie, Biologie und Geographie auf der Spur: Für rund 70 Viertklässler wurde das Realität. Sie besuchten nämlich die Experimentiertage des Lobbericher Werner-Jaeger-Gymnasiums.

"Den Fön in den Sand halten", liest Gregor vor. Der Neunjährige will auch sofort zu dem Gerät greifen, das neben einem Karton auf dem Schultisch liegt. "Erst mal alles durchlesen, dann erst geht das Experiment los", mahnt Philipp, begleitet von einem zustimmenden Nicken der gleichaltrigen Forschungskollegen Benedikt und Hamza. Gregor liest gehorsam weiter.

Zum fünften Mal lud das Werner-Jaeger-Gymnasium Viertklässler zum Experimentiertag nach Lobberich ein. Rund 70 Kinder der verschiedenen Grundschulen folgten der Einladung. Sie machten sich in den Fächern Geographie, Chemie, Physik und Biologie ans Experimentieren. An mehreren Stationen warteten unterschiedliche Versuche auf die Grundschüler. "Wir möchten die Kinder an naturwissenschaftlichen Fächer heranführen und den Spaß am Entdecken fördern. Zeitgleich lernen sie eine weiterführende Schule kennen", erläuterte Unterstufenkoordinatorin Barbara Prümen. Sie rief vor fünf Jahren die Experimentiertage ins Leben.

Das Forschungsteam erfährt unterdessen, dass der Fön auf Stufe eins in die dafür vorgesehene Ausbuchtung des Karton gehalten werden soll. Die vier Jungs leisten den Anweisungen genau Folge und stellen fest, dass der Sand langsam weggeblasen wird. Dem Phänomen Erosion, nicht bedingt durch Wind, sondern durch Wasser, sind indes die jeweils zehnjährigen Miriam und Nada mit Gießkanne, Fliegennetz, Sand und Plastikschüssel auf der Spur.

Während die Erosion in der Erdkunde die Hauptrolle spielt, stehen Fühlboxen und ein Fühlpfad bei der Biologie im Mittelpunkt. Der neunjährige Henrik erkundet gerade mit verbundenen Augen an der Hand von Biolehrerin Sandra Wessels den Pfad. Er wartet mit Sand, Stroh, Nudeln, Watte, Erbsen und Schwarzem Tee auf. Das ist keine einfach Sache, auch wenn Kollegin Nicole Siemes jede Menge Tipps gibt. Linus trägt derweil eine Schlafbrille. Der Neunjährige tastet sich durch die Fühlbox. Den Deckel einer Flasche, eine Muschel und einen Löffel hat er bereits erkannt. Finn trägt alle erkannten Gegenstände ordnungsgemäß ein, schließlich sind das Forschungsergebnisse.

Im Physikraum halten mehrere Experimente die Kinder in Atem. Dass man mit Plastikstäbchen Puffreis schweben lassen kann und dass es den Wasserklang gibt, sind ganz neue Erfahrungen. Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Stoff, der in der Luft ist und Kerzen ausmachen kann, sind Grundschüler im Chemieraum. "Es macht super viel Spaß", sind sich Nele, Luisa und und Johanna einig. Und mit dieser Meinung stehen sie nicht alle da. Das Angebot der Experimentiertage kommt bei allen bestens an.

(tre)