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Nettetal: EU-Vizepräsident Kallas unterstützt Bahn-Projekt Dülken — Kaldenkirchen

Nettetal : EU-Vizepräsident Kallas unterstützt Bahn-Projekt Dülken — Kaldenkirchen

Siim Kallas, der Vizepräsident der Europäischen Kommission, hat seine politische Unterstützung für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Kaldenkirchen und Dülken zugesichert.

Dies berichtet der CDU-Europaparlamentarier Karl-Heinz Florenz, der Siim Kallas im November einen Brief mit der Bitte um Unterstützung geschrieben hatte.

Kallas bestätigt, dass das "Nadelöhr zwischen Kaldenkirchen und Dülken" in die Ebene des sogenannten Gesamtnetzes aufgenommen wurde. Es soll nach der Definition des neuen transeuropäischen Verkehrsnetzes die Erreichbarkeit und Anbindung aller Regionen in der Europäischen Union sicherstellen. Projekte aus dem Gesamtnetz sind nach Kallas Angaben jedoch nur begrenzt förderfähig. Es bestehe allerdings die Möglichkeit, andere EU-Fonds in Anspruch zu nehmen.

Kallas: "Nicht länger an der Grenze haltmachen"

Kallas hat offensichtlich die Zusammenarbeit auf deutscher und niederländischer Ebene im Rahmen des RoCK-Projekts beeindruckt. "In einem Europa ohne Grenzen müssen Transport und Infrastruktur-Förderung grenzüberschreitend möglich sein. Sie dürfen nicht länger an der Grenze haltmachen", unterstreicht Karl-Heinz Florenz. Darum hätten sich Politiker auf verschiedenen Ebenen von den Kommunen aufwärts darauf verständigt, das Projekt gemeinsam zu verfolgen. Das sind neben Florenz in der CDU der Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer und die Landtagskollegen Marcus Optendrenk und Stefan Berger.

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Deutsche und niederländische regionale Akteure seien vom Projekt überzeugt, die finanzielle Unterstützung über Landes- und Bundesebene werde angestrebt. Das Verfahren sei jedoch auch wegen der Haushaltslage problematisch. "Es werden eher prestigeträchtige Großprojekte gefördert als dieses kleine Vorhaben. Zudem fehlt in den deutschen Förderprioritäten der gerade für den Niederrhein so wichtige grenzüberschreitende Aspekt", ergänzt Schummer.

Da werde vieles noch zu sehr durch die nationale Brille betrachtet. Berger und Optendrenk sind überzeugt, dass allein schon der Lärmschutz sowie die Vorteile für Pendler und die Industrie die Akzeptanz unter den Bürgern entlang der Strecke fördern werden.

(lp)