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Nettetal: Etwas mehr Zeit für die Venloer Heide

Nettetal : Etwas mehr Zeit für die Venloer Heide

Die Stadt Nettetal bittet den Kreis Viersen um Aufschub des Verfahrens, den ehemaligen Truppenübungsplatz in der Venloer Heide im Norden von Leuth in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln. Kritik übte daran in der Ratssitzung die Fraktion der Grünen.

Ihr Sprecher Guido Gahlings wies darauf hin, dass im Verfahren doch unter anderen auch die Stadt gehört werde. Sie könne doch dann ihre Bedenken vortragen.

Der Stadt gehe es nicht darum, das Verfahren hinauszögern oder gar den Naturschutz zu verhindern, erwiderte die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche. "Die Nachbarstadt Straelen plant in unmittelbarer Nähe selbst etwas auf dem früheren Bundeswehrgelände. Allein deswegen sollte sie ebenso wie der Kreis Kleve konsultiert werden, ehe über Naturschutz entschieden wird." Aus Sicht der Stadt Nettetal gebe es möglicherweise Konflikte mit dem Denkmalschutz. In der Fläche befinden sich noch Überreste des früheren Kriegsflughafens der Nationalsozialisten und auch Bodendenkmäler. Außerdem kann so schnell nicht geklärt werden, ob der frühere Truppenübungsplatz Altlasten birgt — die Fläche wurde während des Krieges mehrfach bombardiert, beim Bau der Klagenfurtlaan direkt jenseits der Grenze in Venlo wurden zahlreiche Blindgänger entdeckt.

Außerdem will die Stadt zur Untersuchung der Venloer Heide Fördermittel beantragen, alles das benötige aber mehr Zeit, etwa anderthalb Jahre. Die Stadt hat wegen ihrer Bedenken bereits Kontakt zu den Fachämtern der Kreisverwaltung aufgenommen. Die Grünen beharrten darauf, dass alles parallel untersucht werden könne. Doch ließ sich die Mehrheit des Rates auf diese Argumente nicht ein.

(RP/rl)