Nettetal: Etliche Nettecards neu ausgegeben

Nettetal : Etliche Nettecards neu ausgegeben

Der Nettetaler Kartensonntag stand diesmal im Zeichen des zehnjährigen Bestehens der Nettecard. Die Rabattkarte des Nettetaler Einzelhandels und Handwerks gewann viele neue Freunde. Andere nutzen die Vorteile schon seit Jahren.

Winfried Locht wohnt seit einigen Jahren in Nettetal. Eine Nettecard hatte er bisher nicht. Seit dem Kartensonntag ist das anders. Locht ließ sich im Breyeller Optik-, Uhren- und Juwelier-Fachgeschäft Hammans die Karte aushändigen, nachdem er die dort angebotenen belgischen Pommes probiert hatte. Aber nicht deswegen. "Die lohnt sich schon beim Kauf einer Brille", meinte er und probierte eine Brille der neuen "Theo"-Kollektion an.

Seit zehn Jahren gibt es die Nettecard. Einzelhändler und Handwerker in Nettetal hatten sich damals zusammengeschlossen, um Kunden Rabatte aus einer Hand und zusätzliche Leistungen anzubieten. Das System des Punktesammelns auf der Karte hat sich gelohnt, mehr als 18.000 Karten sind mittlerweile im Umlauf. Die Geschäfte öffneten zum "Kartensonntag" ihre Türen, um den runden Geburtstag mit den Kunden zu feiern und für die Nettecard zu werben.

Für Monika und Horst Hansen aus Lobberich gehört die Nettecard zum Einkauf dazu. "Ich koche gerne und habe mir erst neulich das passende Koch-Equipment in Lobberich gekauft", berichtet Monika Hansen. Die auf der Karte angesammelten Punkte habe sie gleich eingelöst. Auch Monika Nisters aus Breyell hatte zu Weihnachten ihr Guthaben auf ihrer Nettecard gegen Bratapfel-Likör in Breyell eingetauscht. Bruder Peter Nisters hatte eine andere Idee: "Man könnte einen Shuttle-Bus einsetzen, der nach Kaldenkirchen, Lobberich und Breyell fährt." In den Anfangsjahren sei dies an den Kartensonntagen schon angeboten worden. Da die Resonanz gering gewesen sei, sei der Shuttle eingestellt worden, berichtete Philipp Hammans, Vorsitzender des Breyeller Werberings. "Auch dafür sind die Kartensonntage da. Gerade jetzt zum runden Geburtstag haben wir neue Energie und hoffen auf Anreize und Ideen aus der Kundschaft", sagte er.

Modeshow findet Anklang

Überall in Nettetal ging der Nettecard-Kuchen "wie geschnittenes Brot", meinte ein Kunde. Er ließ sich schnell ein zweites Stückchen Kirschstreusel servieren, ehe er sich die Freiluft-Modenschau von Kaldenkirchen aktiv anschaute. Die begann mit leichtem Nieselregen. Doch lugte bald die Frühlingssonne hervor. Die neuen Modekreationen präsentierte als Moderatorin "Achnes Kasulke" (Annette Esser) — allerdings keineswegs in der beruflichen "Putzkluft".

Viel Applaus bekamen die Profi-Models aus Düsseldorf für die Vorführungen und die gezeigte Mode. Die Breyellerin Ulla Kückemanns nahm die neue Bademode für ihre nächste Kegel-Tour nach Spanien ins Auge. "Ich probiere sie aber erst in der nächsten Woche an, jetzt ist es mir zu voll hier", sagte sie. Klar, dass sie dann auch ihre Nettecard einsetzt. "Für die gesammelten Punkte hole ich mir immer etwas Schönes", bestätigte die Breyellerin.

Nur wenige Kunden kauften ohne Nettecard ein. Jos Rees war aus Reuver nach Kaldenkirchen gekommen, um am Kartensonntag zu bummeln und Punkte auf ihrer Nettecard zu sammeln. "Kaldenkirchen gefällt mir sehr gut. Hier bekomme ich alles — Kleidung, Schuhe und Bademode und Dessous", sagte sie. Sie war mit ihrer Freundin unterwegs, die beim Kauf einer Sonnenbrille die Nettecard ausstellen ließ. "Die habe ich noch nicht", sagte die Mittfünfzigerin.

(ivb)