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Viersen: "Et Büdchen" schließt – und öffnet wieder

Viersen : "Et Büdchen" schließt – und öffnet wieder

Das Gaststättensterben in Schaag scheint ein Ende zu haben. Nach der Schließung von "Haus Optenberg" und der "Alten Post" kommt jetzt Bewegung in die Gastronomie des Stadtteils. Neue Pächter treten auf den Plan.

Das Gaststättensterben beschäftigt viele Bürger, doch nun gibt es einen Lichtstreif am Horizont. Zwar schließt nun zunächst auch "Et Büdchen", doch ein neuer Betreiber steht bereits in den Startlöchern. Auch die "Alte Post" wird wiedereröffnet.

Nach der Schließung der Gaststätte "Haus Optenberg" auf der Riether Straße war es die Gaststätte "Alte Post", An der Kirche, die nach Karneval 2013 die Türen zu machte. Jetzt ist es auch in der beliebten Kneipe "Et Büdchen" so weit. Marlene Kossowski, die seit fünf Jahren das Büdchen mit vielen Gästen "in Schwung" hielt, sagt jetzt auch Lebewohl. Am Samstag, 18. Januar, ist ab 17 Uhr "Austrinken" im Büdchen, was viele Schaager, Lötscher und Boisheimer Gäste sehr bedauern.

Zuletzt wurde Kossowski von ihrer Tochter Natascha Rex unterstützt, die die Gaststätte übernahm. Wer die ureigene Art von Marlene Kossowski kennt und auch die liebevolle Betreuung von Tochter Natascha in den vergangenen fünf Jahren im "Büdchen" schätzte, wird dies in Zukunft vermissen, denn der Besuch der Kneipe war immer ein Erlebnis besonderer Art.

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Im "Büdchen" hat die Familie Fischermanns inzwischen mit Ralf Gruteser einen Nachfolger gefunden. Ralf Gruteser ist in Schaag kein Unbekannter, denn er hat vor Jahren schon viele Jahre in Schaag auf der Hubertusstraße gewohnt. Er möchte nach der Renovierung des Lokals wieder das "Büdchen" eröffnen und legt Wert darauf, dass alles beim Alten bleibt und auch der Spar-Club weiterbestehen wird. Einzelheiten möchte der neue Wirt noch bekanntgeben, sicher aber ist, dass die bisherigen Gäste erfreut sind, ihr "Büdchen" weiter besuchen zu können.

Laut Karl Lehnen junior, Eigentümer der Gaststätte "Alte Post", ist auch in sein Bestreben, einen neuen Pächter zu finden, Bewegung gekommen. Ein Paar aus Düsseldorf habe sich entschlossen, das Lokal zu führen. Inzwischen wurde auch der Pachtvertrag unterschrieben. Die Eheleute kommen beide aus der Gastronomie und möchten die "Alte Post" in Zukunft langfristig als Kneipe und Restaurant betreiben. Auch dort laufen noch kleinere Renovierungs- und Verbesserungsarbeiten, aber Karl Lehnen junior ist zuversichtlich, dass im Februar 2014 das neue Pächter-Ehepaar vorgestellt werden kann und weitere Einzelheiten der wartenden Schaager Bevölkerung, den Vereinen und Nachbarschaften bekanntgegeben werden können.

Damit dürfte die Lücke im Ortskern des Stadtteils Schaag geschlossen werden. Jedenfalls ist mit der Eröffnung der Gaststätte "Alte Post" und der Weiterführung der Kneipe "Et Büdchen" eine Bereicherung eingetreten. Was mit der seit einem Jahr geschlossenen Gaststätte "Haus Optenberg" passieren wird, ist noch nicht abzusehen. Vielleicht wird es gelingen, auch hier noch einen Wirt als Nachfolger zu finden, zumal das Lokal mit einer funktionstüchtigen Kegelbahn ausgestattet ist. Auf jeden Fall sehen die Schaager neben den bestehenden Restaurants und Lokalen "Alter Braukeller", Alt Speck" und "Heidehaus" wieder rosigen gastronomischen Zeiten entgegen.

(wi)