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Nettetal: Erste Arbeiten für die Fahrzeughalle

Nettetal : Erste Arbeiten für die Fahrzeughalle

Auf der Erweiterungsfläche des Bauhofs an der Breyeller Straße in Lobberich wird jetzt gearbeitet. Das Gelände wird für den Bau der offenen Fahrzeughalle hergerichtet. Im Sommer beginnt der Abriss der Gebäude an der Straße.

Der Startschuss zum Bau des neuen Baubetriebshofs an der Breyeller Straße in Lobberich ist zwar schon im Mai 2014 gegeben worden, aber das Pulver zündet erst jetzt - weit nach der Kommunalwahl, die damals wohl Haupttaktgeber war. Nun ist der Bagger angerückt, denn im Augenblick werden die Flächen für die offene Fahrzeughalle hergerichtet. Abgerissen werden aufstehende Gebäude aber voraussichtlich erst im späten Frühjahr oder im Sommer.

Das Wetter ist Bauvorhaben zurzeit noch gewogen. Frost ist in diesem Winter bisher selten, meist beschränkt er sich auf die Nacht- und frühen Morgenstunden. Hergerichtet wird das in Richtung Innenstadt erweiterte Gelände. Die künftige offene Fahrzeughalle bietet Platz für mehr als 60 Fahrzeuge, Maschinen und Geräte. Für die Mitarbeiter des Bauhofs wäre allein das schon eine enorme Erleichterung. Bisher müssen sie mühsam herum rangieren, wenn sie Fahrzeuge ein- oder ausfahren wollen. Es ist immer wieder eine nervige Millimeterarbeit, und man muss sehr genau wissen, welche Fahrzeuge wo zu stehen haben, damit die Logistik passt.

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Aber es geht nicht nur um solche betriebswirtschaftlich sinnvollen Lösungen, sondern auch um den Arbeitsschutz und um eine menschenwürdige Unterbringung der Mitarbeiter selbst. Die werden sich noch eine Weile gedulden müssen. Erst im Sommer werden die Gebäude an der Breyeller Straße abgetragen und durch den Neubau nach dem Entwurf des Krefelder Büros Dreika ersetzt. Der Plan orientiert sich an den alten Industriebauten hier, ist in der Umsetzung aber ein moderner und zweckmäßiger Neubau. Schon lange ist der Stadt der Ortseingang Lobberichs ein Dorn im Auge, hässlich ist noch recht milde ausgedrückt. Die Politik hatte oft überlegt, was zu verbessern sei.

Trotzdem tat sich der Rat schwer mit dem Entschluss zum Neubau. Aber er konnte die Augen nicht mehr schließen vor den unsäglichen Räumen, in denen die Mitarbeiter untergebracht sind. Als der Kreis Ende 2012 auch noch die Funktion des Waschplatzes wegen des defekten Ölabscheiders monierte, war der Widerstand gebrochen. Die Stadt war zum Handeln gezwungen, selbst die größten Sparfüchse sahen ein, dass ein erneutes Herumflicken unverantwortlich gewesen wäre. In der Debatte im Betriebsausschuss des Nettebetriebs musste eingeräumt werden, dass in der Vergangenheit wohl ein wenig zu viel des Guten beim sparsamen Wirtschaften getan worden war. Und da der Kreis der Stadt Auflagen mit Blick auf den defekten Ölabscheider ins Stammbuch diktierte, begannen die konkreten Vorbereitungen auf den Neubau.

"Wir benötigen jetzt etwa fünf bis sechs Monate für den Bau der Fahrzeughalle", berichtet Jutta Heintz vom Nettebetrieb. Es müsse auch die Lagerhalle komplett umziehen, und das brauche seine Zeit. Die offene Fahrzeughalle wird 51 Meter lang, 18 Meter breit und 6,10 Meter hoch sein. Die "lichte Durchfahrtshöhe" für Fahrzeuge beträgt 4,50 Meter. Errichtet wird sie mit Stahlbeton-Fertigteilstützen. Erweitert wird sie um zwei Achsen im dritten Bauabschnitt in Richtung Onnert, wenn die heutigen Büro- und Sozialräume abgerissen werden können. Das wird nach dem Zeitplan im Jahr 2017 der Fall sein. Zumindest die jüngeren Mitarbeiter des Bauhofes können also damit rechnen, doch noch in die neue Umgebung einziehen zu können.

(RP)