Vollsperrung der A61 aufgehoben: Erfolgreicher Brückenneubau in Nettetal

Vollsperrung der A61 aufgehoben: Erfolgreicher Brückenneubau in Nettetal

Für einen Brückenneubau wurde die A 61 am Samstag von 6 Uhr bis 15 Uhr zwischen Kaldenkirchen und Nettetal in beide Richtungen gesperrt. Wegen des guten Verlaufs konnte die Sperrung drei Stunden vor Plan aufgehoben werden.

Er ist 45 Meter lang, 40 Tonnen schwer und wurde mit einem 50 Meter langen Schwertransporter angeliefert: der Stahlüberbau - der zum Abschluss der Arbeiten am Brückenbau für den Alleenradweg - auf das vorbereitete Fundament aufgelegt wurde. Der neue Träger passte sofort und konnte beim ersten Versuch mit Hilfe eines Baukrans aufgesetzt werden.

Die Sperrung der Autobahn 61 - die ursprünglich bis 18 Uhr geplant war - konnte daher bereits um 15 Uhr aufgehoben werden. Seitdem ist die Autobahn wieder in beide Fahrtrichtungen befahrbar. Am Samstagvormittag hatte es wegen der Vollsperrung der Autobahn 61 zwischen den Ausfahrten Kaldenkirchen und Nettetal zeitweise bis zu drei Kilometer Stau gegeben.

Alleenradweg

Mit dem Neubau der Brücke schließt Straßenbau NRW die letzte Lücke im Alleenradweg — eine Route für Fußgänger und Radfahrer, die vom Bahnhof Kaldenkirchen bis nach Grefrath führt. Gebaut wurde der Radweg mit Landesmitteln auf einer stillgelegten Gleistrasse.

Der Weg musste aber bisher von Leuth-Busch, wo früher der Haltepunkt Wittsee war, bis nach Kaldenkirchen der Weg gesperrt bleiben, weil die alte Bahnbrücke an der Stelle für die neuen Zwecke untauglich war.

Im September wurde das alte Bauwerk abgebrochen. Seitdem wurden neue Fundamente und Widerlager gebaut, auf die der Stahüberbau gelegt wurde. Ende September musste die Autobahn 61 dafür schon einmal gesperrt werden. Insgesamt kostet das Bauwerk rund 1,3 Millionen Euro. Finanziert wird das von der Deutschen Bahn AG, der die alte Brücke gehörte.

Die Arbeiten sollen aber erst im kommenden Frühjahr vollständig abgeschlossen sein. Noch fehlen die Kanäle, der Straßenanbau mit Asphalt und die Abdichtungen, das Geländer und der Anstrich. "Das sind zum Teil Arbeiten, die wir erst im Frühjahr erledigen können", sagt Roger Schöner vom Landesbetrieb Straßenbau. Dann ist der Alleenradweg, der wegen seiner sehr sanften Steigung als ideal sogar für Rollstuhlfahrer gilt, vollständig.

(sap/jco/csr/ape/top)