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Nettetal: Ein Loch und seine wechselvolle Geschichte

Nettetal : Ein Loch und seine wechselvolle Geschichte

Wie kommt ein herrenloses Loch in einen Gehweg? Die Frage stellen sich seit Wochen Anwohner der Wallstraße in Kaldenkirchen. Nur wenige Schritte von der Post-Filiale entfernt, hat jemand ein Loch in den Bürgersteig gemacht. Direkt an der Hauswand, ordentlich mit Baken gesichert, damit keiner hineintreten kann.

So viel Fürsorge verdiene Respekt, sagen die Anwohner. Aber das Loch sei da, und niemand arbeite darin. Nachfragen bei der Stadtverwaltung und bei den Stadtwerken waren ergebnislos. Keiner wusste was. Prompt geriet die Telekom in Verdacht, den Kaldenkirchener Untergrund geöffnet zu haben. Nur — warum? Breitbandkabel werden wohl nicht von hier aus verlegt.

Seit der vergangenen Woche ist klar, woher das Loch stammt. Aufgebuddelt haben den Bürgersteig Mitarbeiter der Stadt, weil sich Platten abgesenkt hatten. Bei genauerem Hinsehen entdeckten sie, dass sich ein Hausanschluss der Kanalisation gesenkt hatte. Dafür ist der Abwasserbetrieb zuständig, der bei den Stadtwerken angesiedelt, aber wie das alte Tiefbauamt zum noch relativ jungen Nettebetrieb gehört.

Genau da muss sich ein Kommunikationsproblem ergeben haben, berichtete ein Mitarbeiter etwas zerknirscht. Das Loch war aus dem Arbeitsplan verschwunden, ehe es richtig aufgenommen worden war. Der Hausanschluss wird jetzt in Ordnung gebracht und das Loch dann geschlossen.

(RP)