1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: "Echte Nettetaler" werben für ihre Stadt

Nettetal : "Echte Nettetaler" werben für ihre Stadt

Die Vermarktung des Gewerbeparks Venete ist der Auslöser einer breit angelegten Kampagne, mit der Nettetal sich als freundlich, sympathisch und vor allem familienfreundlich präsentieren will. Dazu greift die Stadt auf ihre Bürger zurück.

"Echte Nettetaler" geben der Stadt jetzt ihre Gesichter: Im Internet, auf Facebook sowie im Profi-Netzwerk Xing geht die Stadt in die Offensive. Sie umwirbt Unternehmen und Familien gleichermaßen mit ihrem Konzept für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing. Natürlich geht es darum, den Gewerbepark Venete zu vermarkten. Aber die Stadt und das Beratungsunternehmen ExperConsult aus Dortmund wollen die Stadt als attraktiven, überzeugenden Ort für Investoren und Familien präsentieren.

"Kernpunkt unserer Kampagne sind echte Menschen von hier", unterstrich Prof. Stefan Lennardt von ExperConsult. Es habe ihn überrascht, mit welcher Bereitwilligkeit und wie motiviert die Menschen mitmachten, die um Mitwirkung gebeten wurden. Sie sind Botschafter einer Stadt, die ihre Zukunft darin sieht, dass der Gewerbepark Investoren anlockt, neue Arbeitsplätze bringt und vor allem jungen Familien hilft, sich neu anzusiedeln.

Bürgermeister Christian Wagner berichtete, dass die Wirtschaftsförderung des Kreises und der Stadt zurzeit zahlreiche Ansiedlungsgespräche führten. Die Stadt konzentriert sich dabei (nicht nur) auf die Agrobusiness-Branche. Im Prinzip gehe es um eine verträgliche Relation zwischen Flächenbedarf und Arbeitsplätzen, unterstrich Wagner. Die Berater von ExperConsult sind seit Oktober auch mit der Akquise beschäftigt. Vorbereitet wird zurzeit ein Fachkongress für Akteure im Agrobusiness am 17. Juni. Auf diese Weise will man die Branche auf Nettetal aufmerksam machen. Andere Interessenten, die es augenblicklich gebe, resultieren hauptsächlich aus Überschwappeffekten der Venloer Nachbarschaft. Dort gibt es kaum Flächen für kleine und mittlere Unternehmen, die Grundstückpreise sind außerdem inzwischen sehr hoch geworden.

Wagner und Lennardt baten einmal mehr um Geduld. Komme es, passend zum Konzept, zu einer Ansiedlung in den nächsten zwei Jahren, sei das eher ein Zufallstreffer. Aber Nettetal könne werben mit der niedrigsten Gewerbesteuer und günstigen Grundstückspreisen, erstklassiger Verkehrsanbindung sowie einer hervorragenden Infrastruktur.

Zum werblichen Konzept der Stadt gehört die Modernisierung der Internetseite. Pressesprecher Arndt Venten, der sie betreut, hat die alten Seiten systematisch entrümpelt, eher zweifelhafte Grafik-Gimmicks flogen heraus. Alle Fotos bilden authentische Nettetaler ab, die an ihren Arbeitsplätzen oder bei Freizeitbeschäftigen abgelichtet wurden. Die Stadt hätte gerne noch viel mehr solcher Bilder und bittet die Bürger, sich mit eigenen Beiträgen an einem Fotowettbewerb zu beteiligen. Die eingegangenen Bilder rund um das Thema "Seen. Stadt. Und wir." werden auf der Facebook-Seite vom 1. bis 14. Juli gezeigt. Besucher der Seite können "Gefällt mir" anklicken, zusätzlich wird eine Auswahlkommission Bilder beurteilen. Die Modalitäten und Preise veröffentlicht die Stadt auf ihrer Internet- und Facebook-Seite. Ausgezeichnet werden die Sieger beim Turmfest am 24. August in Breyell.

Neben der digitalen Werbung für sich hat die Stadt auch eine Broschüre vorbereitet, die an Entscheider verteilt werden soll. Kurz und knapp stellt sie Nettetal in kleinen Texthäppchen vor, selbstverständlich wieder bebildert mit "echten Nettetalern". FRAGE DES TAGES

(RP/rl)