Dorfmuseum Nettetal-Hinsbeck zeigt unbekannte Teile

Hinsbeck : Dorfmuseum zeigt unbekannte Teile

In Hinsbeck ging es beim Mundartkreis wieder um die Frage „Weä kennt dat?“.

Abschluss und Höhepunkt der jüngsten Fragerunde des Hinsbecker Dorfmuseums „Weä kennt dat?“ beim Mundartkreis „Hänsbäcker Jüüte vertälle“ war die Vorführung von drei großen historischen Fahnen des katholischen Arbeitervereins, des Musikvereins und des Kriegervereins zu Hinsbeck.

Zuvor hatte das Team weitere Kostbarkeiten aus dem Fundus des Museums gezeigt: Ein Edelknaben-Anzug, den Hinsbecker Kinder erstmals 1913 bei der Ankunft des Brautpaares Josef Graf von Schaesberg und Ghislaine Gräfin de Berlaymont getragen hatten und der später etwa bei Fronleichnamsprozessionen oder Jüütenring-Verleihungen verwendet wurde.

Ein weiteres Teil war eine Laterna Magica von circa 1900, die der frühere Besitzer des Restaurants Waldesruh Günter Derstappen dem Dorfmuseum gespendet hatte. Das Licht wurde von einer Petroleumflamme erzeugt und fiel durch mit Bildern bemalte Glasplatten auf eine Leinwand. Neben diesen Besonderheiten fragte das Museumsteam auch nach der Bedeutung unbekannter Dinge, darunter eine große Klammer aus Holz, die am oberen Ende ein Kreissägeblatt unbeweglich festhielt. Nach Meinung der Besucher war es eine frühe Halterung zum Schärfen des Sägeblattes. Weitere Teile waren ein Reisealtar, ein Speiseeis-Zubereiter, eine Öllampe oder ein Linoleumstempel-Set für den Schulbetrieb

Unter dem Thema „Weä kennt dat?“ zeigt das Museumsteam unbekannte Gerätschaften und Gebrauchsgegenstände und hofft, Informationen von den Besuchern zu erhalten. Gezeigt werden Teile aus Landwirtschaft, Handwerk, Haushalt und anderen Bereichen, deren Anwendung oder Nutzung unklar ist.

(RP)
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