1. NRW
  2. Städte
  3. Nettetal

Nettetal: Diesmal ging viel weniger zu Bruch

Nettetal : Diesmal ging viel weniger zu Bruch

Das strikte Glasverbot, Zugangskontrollen zum Rathaus und massive Präsenz von Polizei, Ordnungskräften sowie Jugendamt, Streetwork und Mitarbeitern der Freizeiteinrichtungen haben sich beim Altweibersturm auf das Rathaus ausgezahlt. Dies berichtete die Verwaltung jetzt dem Ausschuss für öffentliche Sicherheit.

So wurden deutlich weniger Schäden angerichtet als in Vorjahren, es gab an nur ganz wenigen Stellen Glassscherben, mit denen der Doerkesplatz sonst regelrecht übersät war. Auch im Rathaus selbst hielten sich die Beschädigungen in Grenzen. In den vergangenen Jahren hatten "Karnevalisten" hier zeitweilig wie die Vandalen gehaust. Im Einvernehmen mit den beteiligten Gesellschaften war die zahl derjenigen, die ins Rathaus durften, begrenzt worden. Allerdings — dies wurde in der Sitzung nicht angesprochen — wurden Mitarbeiter der Verwaltung, die Eingangskontrollen machten, in Einzelfällen nicht gerade freundlich behandelt.

Das lustige Altweibertreiben hielten elf Polizisten der Nettetaler Wache und der Einsatzhundertschaft Mönchengladbach im Auge. Am Ende des Tages waren 45 Verwarnungen ausgesprochen worden, weil das Glasverbot missachtet wurde, weitere Verwarnungen galten Verschmutzungen (etwa Urinieren in der Öffentlichkeit), es wurden drei alkoholisierte Jugendliche ins Krankenhaus gebracht. Etliche Kinder und Jugendliche wurden den Eltern übergeben. Verhängt wurden fünf Platzverweise, ein Bürger wurde in Gewahrsam genommen. Die Stadt will mit den Karnevalsvereinen in Kürze erneut Gespräche führen. Sorge bereitet das "Altweiber-Hopping" von Jugendlichen, die Nettetal von Viersen aus ansteuern. FRAGE DES TAGES

(RP/rl)