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Die Stadt Nettetal listet Hilfs- und Informationsangebote auf

Nettetal : Stadt setzt sich für schnelle Hilfe ein

In Zeiten der Corona-Pandemie fühlen sich viele alleine und bedroht. Die Stadtverwaltung hat jetzt eine beachtliche Reihe von Hilfsangeboten und Möglichkeiten zur Information zusammengestellt, die in vielen Fällen weiterhelfen.

Die Geschäfte haben am Montag wieder geöffnet, und etliche Kunden nutzten die Gelegenheit, wieder selber einzukaufen. Aber es gibt auch vor allem ältere Menschen, die das nicht wollen und Hilfe brauchen. „Wir vermitteln schnell und unkompliziert.“ Das sagt Ina Prümen-Schmitz mit Blick auf die Nettetaler, die in Zeiten der Corona-Pandemie ihre Wohnung nicht verlassen wollen oder können. Die Leiterin der Fachbereiche Senioren, Wohnen und Soziales und ihr Team im Rathaus koordinieren die ehrenamtlichen Hilfen für Nettetaler. „Viele Privatpersonen und auch die Kirchengemeinden und Vereine unserer Stadt haben sich bereits bei der Stadt gemeldet.“ Es geht, so Ina Prümen-Schmitz, um einfache Dinge wie Unterstützung bei Einkäufen, Hund ausführen, Rezepte einlösen oder abholen, Mülltonnen an die Straße stellen oder Botengänge.

„Auch telefonische Hilfe kann einiges bewirken, das vermitteln wir gerne“, so die Fachbereichsleiterin. Gerne gibt ihr Team Hilfestellungen, was online geht und wie man sich die digitalen Medien in dieser schweren Zeit zunutze machen kann. Eigens zu diesem Zweck hat die Stadt die Corona-Rufnummer 02153 898-5028 eingerichtet, bei der Maike Peters den Ehrenamt-Einsatz koordiniert unter dem Motto „Nachbarn für Nachbarn in Nettetal“. Die E-Mail lautet ehrenamt@nettetal.de

Für Versorgungsengpässe insbesondere bei älteren Menschen steht der Pflegestützpunkt zur Verfügung. Die Seniorenberater Anne-Marie Janssen, Maike Peters, Jasmin Klerckx und Christian Fortmann sind erreichbar, eine Hotline ist von 8.30 bis 12.30 Uhr täglich eingerichtet unter Telefon 02153 898-5025. „Gerade in dieser Zeit sind Hilfen bei Demenz und anderen Themen um Alter und Pflege nötig“, betont Maike Peters mit Blick auf das Coronavirus, das insbesondere älteren Menschen das Leben schwer macht.

„Für alle, die die Informationen zu Corona, Verhaltensregeln, Kontaktverboten und Hygienemaßnahmen aus sprachlichen Gründen nicht selbstverständlich aus den Medien entnehmen können, gibt es sowohl auf der Homepage als auch telefonisch Informationen“, betont Ina Prümen-Schmitz. Die Sozialarbeiter ihres Fachbereichs haben per Post in der Landessprache informiert und bieten zusätzlich ein Corona-Telefon an, das für alle Hilfebedarfe in der Stadt Nettetal oder in den Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung steht: täglich von 8.30 bis 12.30 Uhr für geflüchtete Menschen und Migranten unter Telefon 02153 898-5919. Dabei hilft auch das Nettetaler Integrationswerk. „Als Schnittstelle zwischen Stadt und Ehrenamt ermöglichen wir Migranten einen Zugang in unsere Gesellschaft“, sagt Sandra Breuer. Kontakt unter Telefon 0173 2593747 oder integrationswerk@jugend-und-familienhilfe.de.

Besonders betroffen vom Coronavirus sind Menschen mit Behinderung. „Sie benötigen häufig Informationen in leichter Sprache, um die Situation zu verstehen“, so Ina Prümen-Schmitz. Zudem stehen gehandicapte Menschen und ihre Angehörigen vor einer Herausforderung, da die Behindertenwerkstätten aktuell geschlossen sind. „Es müssen neue Wege der Beschäftigung, aber auch der Bewegung gefunden werden.“

Für die Bezieher von Kurzarbeitergeld ist der Bezug von Wohngeld vereinfacht möglich. In vielen Fällen kann telefonisch Wohngeld als Mietzuschuss beantragt werden. Die Anträge, die aufgrund der Corona-Krise zur Sicherung der Mietzahlungen aktuell eingehen, werden schnell bearbeitet. Ina Prümen-Schmitz: „Wir merken schon, dass Wohngeld gerade beim Bezug von Kurzarbeitergeld benötigt wird.“ Die Mitarbeiter sind telefonisch erreichbar unter 02153 898-5004 und 5005 und Wohnungswesen@nettetal.de.

Auch in der Grundsicherung ist die Leistungsgewährung uneingeschränkt möglich – Kontakt Telefon 02153 898-5012 und -5031 oder sozialamt@nettetal.de. Häufig sind Rentner betroffen, deren Zusatzverdienste nun wegfallen.

Außer den Seiten der Stadt gibt es auch ein privates, ehrenamtlich betriebenes Portal, das „Nettegeflüster“. Dort gibt es die Rubrik „Nettetal hilft“ mit Hinweisen auf Institutionen und Vereine und deren Angebote. Darunter ist auch der Hinweis „Ich höre dir zu“, angeboten von der systemischen Familientherapeutin und Schulsozialarbeiterin Mona von der Nette. Schülerinnen und Schüler (acht bis 21 Jahre alt) aus Nettetal können so ein Gespräch „unter vier Augen“ führen.