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Nettetal: Die Politik setzt sich ein

Nettetal : Die Politik setzt sich ein

Rund 100 Patienten werden auf der Palliativstation des Nettetaler Krankenhauses pro Jahr behandelt – Tendenz steigend.

Rund 100 Patienten werden auf der Palliativstation des Nettetaler Krankenhauses pro Jahr behandelt — Tendenz steigend.

Das Städtische Krankenhaus Nettetal ist bisher das einzige Haus im Kreis Viersen, das einen besonderen Fokus auf die Bedürfnisse palliativmedizinisch zu versorgender Patienten legt. Bisher erhält das Nettetaler Krankenhaus jährlich 130 000 Euro an Zusatzentgelten, die mit den Kostenträgern vereinbart wurden. Ohne die Ausweisung im Krankenhausplan würde dieses Geld nicht mehr fließen. Einen solchen Zustand halten die Vorsitzenden der Nettetaler Stadtratsfraktionen jedoch für inakzeptabel.

Der Kreis Viersen dürfe bei der Ausweisung von Palliativbetten nicht außen vor bleiben, fordern die Vorsitzenden in einem Brief an Bezirksregierung und Gesundheitsministerium. "Gemäß der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin wird je 1 Million Einwohner die Vorhaltung von 30 Palliativbetten empfohlen. Daraus würde sich für den Kreis Viersen mit seinen gut 300 000 Einwohnern ein Bedarf von knapp acht Betten ergeben", schreiben die Vorsitzenden.

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Geschäftsführer Jörg Schneider freut sich über die Unterstützung durch die Politik. Allerdings möchte er nicht, dass der Eindruck entsteht, die Bezirksregierung sei untätig. Auch aus dem Gesundheitsministerium gebe es vielversprechende Signale, dass der Genehmigung nichts im Wege stehe.

(RP)