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Nettetal: Die "Neue" kennt sich bestens aus

Nettetal : Die "Neue" kennt sich bestens aus

Ina Prümen-Schmitz übernimmt zum 1. Dezember die Leitung des Fachbereichs Soziales im Rathaus. Die Amtsrätin erwartet Asyl und Flüchtlinge, Pflege und Teilhabe als Arbeitsschwerpunkte.

Neu ist sie keineswegs im Haus: Ina Prümen-Schmitz, seit über 20 Jahren in der Stadtverwaltung tätig, übernimmt zum 1. Dezember die Leitung des Fachbereichs Soziales im Rathaus. Damit kehrt sie zurück an ihre erste Wirkungsstätte - und steht vor Aufgaben, die im alten Sozialamt keine so große Rolle spielten wie heute.

"Asyl und Flüchtlinge, Pflege und Teilhabe" nennt sie als Beispiele für große Themen, die auf sie zukommen, die sie mitgestalten will. In sie muss sie sich aber, wie sie bescheiden sagt, "natürlich erst einarbeiten". Doch wenn sie voll Schwung und Begeisterung von ihren Aufgaben spricht, dann spürt man: Ina Prümen-Schmitz hat längst losgelegt, ist mittendrin im Einarbeiten. Sie hat schon Gespräche geführt und Kontakte geknüpft.

Wer ist diese Frau, die im Rathaus in verschiedenen Fachbereichen arbeitete, sich durch Leistung und Fortbildungen als Führungskraft qualifizierte? Mit 47 Jahren verdoppelt sie ihre Arbeitszei und wechselt von der halben Stelle im IT-Bereich des Nette-Service im ersten Stock des Rathauses eine Etage tiefer in den Fachbereich 50.

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Ina Prümen-Schmitz stammt aus Breyell, und sie lebt in Breyell: "Ureinwohnerin sozusagen", schmunzelt die sportliche Frau, für die Reiten als Hobby "Lebensmassage" ist. Nach dem Abitur an der Liebfrauenschule in Mülhausen machte sie ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung in Nettetal. Ihre erste Stelle anschließend führt sie ins Sozialamt, Aufgabenbereich: "Hilfe zum Lebensunterhalt".

Die Arbeit damals habe sie geprägt, sagt sie. "Ich hatte direkt mit den Bürgern, mit ihrem Leben zu tun, ich musste Verwaltungsvorschriften und Gesetze umsetzen", erinnert sie sich. Was sich nach Einschränkung anhört, nutzte Prümen-Schmitz als Chance: "Es war meine Aufgabe, diesen Spielraum zwischen Bedarf und amtlichen Vorschriften im Sinne des Bürgers zu auszuschöpfen, zu gestalten." Paragrafenreiterei ist ihre Sache nie gewesen, und doch sagt sie: "Ich bin keine Sozialarbeiterin". Vielmehr wird Prümen-Schmitz als Leiterin die Linie vorgeben - in Abstimmung mit dem Sozialdezernenten, im Auftrag der Politik: "Der Ausschuss für soziale Angelegenheiten hat ja die Verwaltung beauftragt, ein Integrationskonzept zu erstellen."

Damit ist sie schon befasst. Sie hat Gespräche geführt mit Mitgliedern des Flüchtlingsrates und des Integrationsrates. Beeindruckt hat sie das Engagement der Ehrenamtler: "Toll, was sie leisten. Ich hoffe, wir können zusammen noch mehr bewegen."

Dabei geht's etwa um eine Willkommenskultur für neue Bürger: "Ich bin überzeugt, dass Flüchtlinge und Asylbewerber für uns viel Gutes mitbringen, auch hinsichtlich der demografischen Entwicklung."

Diese Entwicklung mit einem immer größeren Anteil von älteren Menschen an der Bevölkerung werde ihre Abteilung viel beschäftigen: "Pflegebedürftigkeit und Demenz sind so Stichworte, da brauchen wir viele Kräfte, um alten Menschen weiter die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen."

In ihrem neuen Fachbereich werde schon "großartige Arbeit" geleistet, versichert sie. Um sie mehr freue sie sich auf die Zusammenarbeit: "Ich bin ein Fan der Teamarbeit." Und nicht nur davon: Als eine ihrer Stärke sieht Ina Prümen-Schmitz ihre Bereitschaft, zuhören und vermitteln zu können: "Ich bin auch ein Fan des Wortes."

(jobu)