Nettetal: Die Messdiener und das Feuer der guten Laune

Nettetal: Die Messdiener und das Feuer der guten Laune

Im Jugendheim "Arche" ging es bei der 30. Sitzung des Messdiener-Karnevals (MediKV) so hoch her, dass die rund 350 Besucher im zweiten Teil auf den Bänken standen, tanzten und sangen. Die "Lobbericher Jongens" waren nur einige der umjubelten Stars. Mit gecoverten Hits und Karnevalsklassikern setzten sie das Motto "Wir bringen das Feuer in jeden Saal" eindrucksvoll um. Feuer war an diesem Abend durchaus notwendig, denn einige Geburtstagskerzen mussten angesteckt werden. Zum 30. Mal brachte des Medi-Team die Arche zum Beben. "Die erste Sitzung entstand recht spontan", erinnerte sich Mitbegründer Ulrich Clancett. Das Besondere am Medi-KV: "Wir machen alles mit eigenen Kräften: vom Programm bis zum Bühnenbild, Technik, Servieren und Spülen", sagt Gruppenleiter Tobias Sagel. Vor Mitternacht konnte sich außerdem Jacob Minten (nun 15), danach Jakob Mevissen über Geburtstagsglückwünsche freuen - so groß feiern beide wohl selten.

Souverän und gut gelaunt führten die Sitzungspräsidenten Johannes Hellmann und Maximilian Timmermanns durchs gut fünfstündige Programm. Den größten Auftritt legte das Stadtprinzenpaar Manfred I. und Ulrike I. hin - sein Gefolge passte kaum auf die Bühne. Der Prinz lobte die Messdiener als "Brutstätte des Karnevals in Nettetal und Lobberich". Sketche und Tänze der sieben Messdienergruppen - zurzeit gibt es 50 Aktive und 30 Leiter - sorgten ebenso für gute Laune wie der Gruppenleitertanz, die Männertanzgarde Blau Weiß, Alltagsgeschichten von "BigBen" oder der erste Auftritt von Professor Genius. Orden gab es für Pfarrer Günther Wiegandt und Ansgar Falk.

Das Feuer der guten Laune loderte noch bis weit nach Mitternacht.

(busch)