Nettetal Die Kaldenkirchener Hasenkinder basteln eifrig Geschenke

Nettetal · Singen, Adventskalender plündern, mehr über Weihnachten erfahren: Das ist Advent im Brigittenheim

 Bei den Mädchen und Jungen in der Hasengruppe m Brigittenheim, hier mit ihren Betreuerinnen, wird es selten langweilig - erst recht nicht in der Adventszeit.

Bei den Mädchen und Jungen in der Hasengruppe m Brigittenheim, hier mit ihren Betreuerinnen, wird es selten langweilig - erst recht nicht in der Adventszeit.

Foto: busch

In der Hasengruppe duftet es nach frisch gebackenen Plätzchen, aus dem Lautsprecher ertönt Weihnachtsmusik und an den Tischen wird schon am frühen Morgen fleißig gearbeitet. Die Kinder haben viel vor, denn bis zum großen Fest ist es nicht mehr lang, die Geschenke für die Eltern müssen fertig werden. Natürlich haben die Kleinen auch Wünsche, was das Christkind oder der Weihnachtsmann ihnen bringen soll. "Die Kinder sind in der Adventszeit sehr nervös und aufgeregt", sagt Erzieherin Laura Thelen.

Alle vier Gruppenräume im Familienzentrum Brigittenheim sind liebevoll weihnachtlich geschmückt. Lichterketten, Schneemänner, Sterne kleben an Fenstern und Türen oder hängen von der Decke herunter. Natürlich dürfen bunte Weihnachtsbäume nicht fehlen. Jede Gruppe hat einen eigenen Adventskranz und täglich darf sich ein Kind etwas aus dem Adventskalender aussuchen. Im gebastelten Schneemann ist immer eine Leckerei versteckt.

Der zweijährige Jakob ist seit August in der Hasengruppe und erzählt Zoe (4) was er sich vom Christkind alles wünscht: "Ich möchte eine Tüte Schokolade haben und ein kleines Auto." Zoe ist großer Fan von der Eisprinzessin und singt gerne, deshalb wünscht sie sich "ElsaSchuhe und ein Mikrofon." Bei den Mädchen stehen Puppen und der passende Wagen hoch im Kurs, bei den Jungs alles, was vier Räder hat, aber auch Roboter sollten ihrer Meinung nach unterm Baum liegen.

Die Adventszeit ist eine besondere Zeit in der Einrichtung. Alles dreht sich um das Thema Weihnachten. Deshalb erfahren die Kinder alles über Josef, Maria, das Jesuskind und die Heiligen Drei Könige. Da kann man schnell durcheinander kommen. Jakob hat von Jesus noch nichts gehört: "Den kenne ich noch nicht." Zoe klärt auf: "Das ist das Baby von Maria, es hat immer die Augen zu und schläft."

Die Erzieherinnen schmunzeln, denn das, was die Kinder alles behalten oder auch mal durcheinander bringen, zaubert ihnen stets ein Lächeln ins Gesicht. An den Türen zu den Gruppen hängen Bitten an die Eltern mit der Aufschrift "Kleine Weihnachtselfen sind fleißig. Bitte draußen bleiben." Denn hinter den Türen wird eifrig gebastelt. Was, das möchte Laura Thelen ungern verraten. Schließlich soll das Präsent an Heiligabend eine Überraschung werden. "Das ist ein Geheimnis", flüstert die kleine Zoe und hält sich schnell den Mund zu: "Ich verrate nichts." Sie hat fest vor, bis Heiligabend ihr selbst gemachtes Geschenk gut zu verstecken. Den Eltern nichts zu verraten, das ist für die Kleinen spannend und alle wollen dieses Geheimnis hüten.

Die Adventszeit ist eine kalorienreiche Zeit. "Natürlich gibt es auch mal Schokolade und die Kinder bringen selbst gebackene Plätzchen von zuhause mit", sagt Erzieherin Karoline Hoppmanns. Passend zur Weihnachtszeit war die traditionelle Vater-Kind-Aktion ausgelegt: "Väter und Kinder haben an großen Nikoläusen aus Sperrholz gearbeitet", so Hoppmanns. Auch Spaziergänge gehören fest ins vorweihnachtliche Programm bei den Hasen-, Mäuse, Käfer- und Bärenkindern. Zum Beispiel haben sie die Tannenbäume fürs Kaldenkirchener Lichterfest geschmückt oder auch den Weihnachtsbaum in der Sparkasse.

Zum vorerst letzten Kindergartentag heißt es Abschied nehmen: Die Kinder sehen sich erst im neuen Jahr wieder. Zum Abschluss wird in den Gruppen laut gesungen. Weihnachtslieder wie "O Tannenbaum" oder "In der Weihnachtsbäckerei" sind besonders beliebt.

"Habt ihr alle eure Weihnachtsgeschenke mitgenommen?", erinnern die Erzieherinnen. Dann wünschen sie Eltern und Kindern fröhliche Weihnachten.

(janj)
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