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Nettetal: Die Floriade 2012 beginnt zu leben

Nettetal : Die Floriade 2012 beginnt zu leben

Venlo (lp) Die Floriade beginnt zu leben. 22 000 Besucher spazierten beim Tag der offenen Tür über das Gelände. Die Wege sind angelegt, viele Bäume gepflanzt und Blumenrabatte angelegt. An einigen Stellen (Green Engine) wird bereits gebaut, sie blieben für die Besucher gesperrt. Und so braucht es einige Fantasie sich auszumalen, wie es in zwei Jahren aussehen wird. Denn erst dann stehen die Ausstellungsgebäude. Weil jetzt ihr Bau beginnt, bleibt das Gelände bis zur Eröffnung gesperrt.

Einige tausend Besucher kamen mit Pkw und Fahrrädern am Sonntag, um sich umzusehen. Den Bereich "Relax and Heal" (Entspannung und Gesundheit) am Haupteingang konnten sie allerdings nur erahnen. Erwartungsvoll schwatzend schob sich eine lange, nicht enden wollende Schlange von Menschen durch den ursprünglichen Kiefernwald zum Bereich "Education & Innovation". Im Pavillon dort drängten sich immer wieder zahllose Menschen, um sich den Masterplan des Floriade-Areals und die Philosophie der großen Veranstaltung zu Gemüte zu führen.

Bildung und Innovation

Im Jahr 2012 wird hier der niederländische Pavillon stehen. Auf dem Freigelände mit den mit Gras und Blumen bewachsenen Wällen sowie der doppelreihigen Linden-Achse soll Wechselwirkung zwischen Gartenbau, Bildung und Innovation präsentiert werden.

Im Herzen des Floriadegeländes wird demnächst der Themenbereich Enviroment mit dem großen nordrhein-westfälischen Pavillon stehen. Im Pavillon hier erläuterte Bareld Rebbers unermüdlich den unablässig herbeiströmenden Menschenmassen, wie hier die Villa Flora und der Innovaturm gebaut werden. Sie werden den Kern des künftigen Greenports nach der Floriade bilden.

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"Der Investition von zehn Millionen Euro wird eine Wertschöpfung von einer halben Milliarde Euro folgen", versuchte Rebbers skeptischen Fragern zu erklären, dass die Floriade keine Veranstaltung ist, bei der Geld zum Treibhausfenster herausgeworfen wird. Nur wenige Schritte weiter bestaunten Familien mit Kindern und ältere Besucher die Fülle an Obstbäumen, die hier gepflanzt wurden. Der "Bäume-für-Freunde-Wald" symbolisiert das Netzwerk von Unternehmern, die sich viermal jährlich treffen und insgesamt hundert Bäume als zeichen ihrer Unterstützung spendierten. Im Mittelpunkt steht das keltische Baumhoroskop, das sich jedoch allenfalls erahnen ließ. Dazu gehört demnächst ein Kongresszentrum.

Am Wasser entlang führt dann der Weg zur "World Show Stage" mit dem Amphitheater, das an der Stirnseite 1500 Menschen Platz bietet. Hier werden sich demnächst die Beiträge vieler Länder bündeln. In unmittelbarer Nähe stehen Flora und Florian für die Floriade Kids und kindgerechte Programminhalte. Fachkundige Besucher blieben immer wieder fasziniert an einer Allee stehen, die hundert verschiedene und sehr seltene Baumarten säumen.

(RP)