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Nettetal: Der Entwurf ist schon mal da

Nettetal : Der Entwurf ist schon mal da

Die Krefelder Architekten aus dem Büro "dreika" erhielten den Zuschlag von Politik und Verwaltung für den künftigen Baubetriebshof in Lobberich. Ob und wann neu an der Breyeller Straße gebaut wird, ist noch offen.

Der Entwurf liegt vor und ist von der Politik akzeptiert. Aber ob mit dem Neubau des Baubetriebshofs der Stadt im kommenden Jahr begonnen wird, steht in den Sternen. Die Technische Beigeordnete Susanne Fritzsche stellte gestern mit den Architekten des Krefelder Büros "dreika" im Rathaus die aus einem Wettbewerb hervorgegangenen Pläne vor.

Der Betriebshof befindet sich in einem desolaten Zustand, daran zweifelt niemand. Unter Neubaubedingungen würde kaum ein Quadratmeter der trostlosen Industrieruine genehmigt werden. Das ist allen Verantwortlichen klar, und alle wollen möglichst schnell eine menschenwürdige Lösung erarbeiten. Doch kostet das Vorhaben rund 3,8 Millionen Euro. Das veranlasst die FDP beispielsweise immer wieder, vor allzu großer Hast zu warnen. Der Haushalt trage eine solche Investition, für die vermutlich kein Cent Förderung fließen wird, nicht.

Einstimmig für einen Entwurf

Ralf Kleinrosenbleck und Michael Karbenn haben sich in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren mit ihrem Entwurf durchgesetzt. 14 Büros hatten sich nach Angaben von Jutta Heintz (Nettebetrieb) beworben. Sie prüfte die Bewerber, am Ende durften vier Büros Entwürfe nach ihren Vorgaben zum Raumprogramm und zur Funktionalität einreichen. Im Verfahren saßen zeitweilig alle Architekten mit am Tisch, bis die Entscheidung fiel: Die Politik entschied einstimmig für den Favoriten, den die Verwaltung hatte: "dreika". Da mag die gute Erfahrung mit den Krefeldern eine Rolle gespielt haben. Denn sie entwarfen schon die Rettungswache in Kaldenkirchen.

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Der Bauhof wird in mehreren Stufen neu gebaut. Zunächst wird im hinten in Richtung Fenland-Ring erweiterten Gelände eine offene Schlepphalle für Fahrzeuge und Gerät gebaut (2013 geplant). Dann könnten Altbauten beseitigt werden. Die Architekten haben einen zweigeteilten Entwurf gemacht. Es handelt sich um zwei unabhängige Baukörper, der eine nach hinten, der andere entlang der Straße.

Das im Erdgeschoss teilweise aufgeständerte Foyer verbindet die Bauten. Verwirklicht würde im ersten Schritt der nach hinten weisende Bau mit Sozialräumen für die gewerblichen Mitarbeiter im Untergeschoss und Büros im Obergeschoss. Der Ortseingang Lobberichs erhielte ein völlig anderes Gesicht, weil der langgestreckte Bestandsbau abgebrochen und zunächst nicht ersetzt wird. Er kann in viel später nach Bedarf hinzugefügt werden und so die Straßenfront schließen. Aber es ist alles ein Entwurf, auch wenn die Hoffnung besteht, 2013 zu beginnen.

(RP/rl)