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Nettetal: Das Weyer Kastell steht zum Verkauf

Nettetal : Das Weyer Kastell steht zum Verkauf

Die Wasserburg an der Dohrstraße in Breyell wird von Makler Guido Hoersch vermarktet. Besitzer Gert-Friedrich Prinz von Preußen will Nettetal nach fünf Jahren verlassen und sich in Brandenburg niederlassen.

Das Weyer Kastell an der Dohrstraße in Breyell steht zum Verkauf. Der Nettetaler Immobilienmakler Guido Hoersch hat die Vermarktung übernommen. Der Komplex soll für rund drei Millionen Euro den Besitzer wechseln. Besitzer ist Gert-Friedrich Prinz von Preußen, der sich selbst zu dem Verkauf nicht äußern will. Ihn zieht es dem Vernehmen nach aus persönlichen Gründen nach Brandenburg.

Prinz von Preußen hatte die Burganlage vor einigen Jahren erworben und auf Vordermann gebracht. Vor fünf Jahren eröffnete er in der Vorburg ein Burgcafé, zu dem auch der Innenhof gehört. Von Beginn an hatte das gastronomische Konzept Erfolg über Nettetal hinaus. Das Weyer Kastell machte sich schnell einen Namen als Café-Restaurant und als Veranstaltungsort mit besonderem Ambiente. Vereine nutzten die Kulisse seither gerne für Konzerte, die in der Regel recht gut besucht werden.

Das Gebäude war lange für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und privat genutzt worden, ehe der neue Besitzer es im Jahr 2009 nicht nur für sich als Wohnung, sondern auch als gastronomischen Betrieb herrichtete und öffnete. Die Familie Prinz von Preußen bezog das Herrenhaus. Das Burgcafé richteten die neuen Besitzer in den ehemaligen Pferdeställen ein. Es bietet etwa 70 Gästen Platz. Besonders reizvoll wurde auch das Angebot, Gesellschaften ansprechende Räume und Service anzubieten.

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In der Denkmalliste der Stadt Nettetal rangiert das Weyer Kastell noch unter den ersten zehn Eintragungen. Als Denkmal offiziell erfasst und eingetragen ist die Wasserburg seit dem 1. April 1982. In den Unterlagen dazu ist vermerkt, dass das Weyer Kastell auf Ursprünge aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht: "Der Wiederaufbau des zweigeschossigen Herrenhauses nach dem 30-jährigen Krieg ist durch Maueranker auf 1634 datiert. An der rechten Seite der Vorburg befindet sich ein runder Eckturm mit barocker Schweifhaube. Das Gebäude ist ein wichtiges Zeugnis der Geschichte von Breyell. Die ersten bekannten Besitzer dieses Gutes waren Angehörige des weit verzweigten Adelsgeschlechts derer von Krickenbeck (im Jahre 1311). Seit 1990 werden fortlaufend Sanierungsarbeiten vorgenommen, so dass die Wasserburg heute wieder in altem Glanz erstrahlt", heißt es weiter.

Nach dem Exposé des Immobilienmaklers Guido Hoersch befinden sich in dem Komplex 25 Zimmer. Die Wohnfläche im Herrenhaus, das die Familie Prinz von Preußen bewohnt, beträgt insgesamt 410 Quadratmeter. Bemerkenswert sind unter anderem die Eichentreppe und Blausteinfliesen im Erdgeschoss. Der Rittersaal in der Vorburg dient als Veranstaltungsfläche für Hochzeiten, Seminare und vergleichbare Anlässe, mit unmittelbarem Zugang zum Park. Über dem Rittersaal befindet sich eine etwa 120 Quadratmeter große Bürofläche. Auch über dem Café befinden sich Räume, die als Büros genutzt werden können. Das Wächterhaus an der Vorburg stammt vermutlich aus der Zeit um 1550. Es dient mit etwa 60 Quadratmetern Wohnfläche auf zwei Etagen als Gästehaus. Das gesamte Grundstück ist mehr als 17 300 Quadratmeter groß und verfügt über eine Nutzfläche von rund 710 Quadratmetern.

(RP)