Nettetal: Das neue Seminarhaus "Leuther Mühle" öffnet später

Nettetal: Das neue Seminarhaus "Leuther Mühle" öffnet später

Bis Anfang 2017 dauert der Umbau. Besitzer Michael von Keitz investiert rund 2,8 Milionen Euro

Die Umwandlung des früheren Hotel-Restaurants Leuther Mühle in ein Seminarhaus verzögert sich. Ursprünglich hatte der Solinger Unternehmer Michael von Keitz, der Gebäude und Gelände Anfang 2016 aus der Insolvenzmasse gekauft hatte, als Eröffnungstermin den 27. Dezember genannt. "Den schaffen wir nicht ganz", sagt Ludger Schäpertöns, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft TGD, angesichts zahlreicher Arbeiten, die noch erledigt werden müssen.

Weil eine Veranstaltung zur Jahreswende aber gebucht ist, wird die Mühle in der kommenden Woche so hergerichtet sein, dass diese stattfinden kann. "Die offizielle Eröffnung "holen wir dann nach, wenn alles schön ist", kündigt Schäpertons an.

Der Unternehmer von Keitz, der sein Geld mit der Produktion von Lautsprechern in Deutschland und China verdient, war von der Natur rund um das Gebäude an der Landstraße zwischen Hinsbeck und Leuth angetan: "Wenn hier nicht alles so idyllisch wäre, wäre mein Herz nicht so aufgegangen." Und deshalb investierte er 2,5 Millionen Euro, um die Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Mühle zu kaufen und zu renovieren.

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Die Weiterführung als Restaurant mit kleinem Hotel schien ihm finanziell nicht rentabel, deshalb gibt es ein neues Konzept. Mit zwei Seminarveranstaltern, die ihm nach eigener Aussage eine Belegung für 2017 und schon halb 2018 garantierten, machte er sich an die Arbeit und stellt manches auf den Kopf. Angeboten werden nun drei Seminarräume zwischen 75 Quadratmeter und 185 Quadratmeter, nutzbar für bis zu 150 Menschen. Sie sind konzipiert "für Workshops und Seminare, die die professionelle Persönlichkeits-, Team- oder Organisationsentwicklung fördern". Möglich seien auch Yoga oder Meditation: Matten, Sitzkissen und Kuscheldecken seien vorhanden. Der frühere Wintergarten, der Teil des Restaurants war, ist nun einer dieser Seminarräume, die Restaurantkapazitäten wurden reduziert und sind nur noch auf die Seminargäste zugeschnitten. Allerdings: Wenn das Seminarhaus nicht belegt sei, könnten hier auch Hochzeiten oder andere Feiern stattfinden, stellt sich von Keitz vor. Das historische Mahlwerk ist vom Restaurant nun durch eine Glaswand getrennt, um Heizkosten zu sparen, denn das Dach der Mühle ist dort nicht isoliert.

Die 26 Hoteldoppelzimmer (24 oder 32 Quadratmeter groß) sind auf eine mögliche Dreifach- oder Vierfach-Nutzung erweitert worden. Auch ist ein Dormitorium für bis zu 50 Personen eingerichtet worden. Vom Restaurant zum Hotel kann man künftig vor Regen geschützt durch eine Art Wintergarten gehen. Ob sich von Keitz' Traum eines "Schönwettercafés" mit einem bisher fehlenden WC vor der Mühle realisieren lässt, ist abzuwarten.

(mme)
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