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Viersen: Das Lummerland breitet sich richtig aus

Viersen : Das Lummerland breitet sich richtig aus

Nach dem Umzug der Breyeller Kindertagesstätte in ein ehemaliges Mehrfamilienhaus am Lötscher Weg bietet sich den Mädchen und Jungen viel mehr Platz. Mehr als 600 Quadratmeter stehen ihnen in der Awo-Einrichtung zur Verfügung.

"Wir können mit all dem Platz noch gar nicht umgehen, so viel Luxus sind wir nicht gewohnt", sagt Birgit Hamann, Leiterin des Awo-Kindergartens "Lummerland", lachend. Nach dem Umzug der Kindertagesstätte in das Mehrfamilienhaus am Lötscher Weg steht ihnen mit mehr als 600 Quadratmetern mehr Raum zur Verfügung als an alter Stätte auf der Josefstraße, wo der Kindergarten 17 Jahre lang auf zwei Geschossen etwas beengt untergebracht war. Hinzu kam, dass das Gebäude für den Ausbau zur U3-Betreuung nicht geeignet war.

"Die GWG des Kreises Viersen bot uns Räumlichkeiten in einem Mehrfamilienhaus auf dem Lötscher Weg zur Einrichtung unserer Kita an", so Awo-Geschäftsführer Bernd Bedronka. Zuerst waren die Verantwortlichen der Arbeiterwohlfahrt skeptisch, eine Kindertagesstätte im Hochbereich einzurichten. "Entscheidend für unsere Zusage war letztendlich die positive Einstellung des Landschaftsverbands Rheinland, der uns einen anderen Blickwinkel auf das Gebäude aufzeichnete und entsprechende Erfahrungen im Hochbereich aus zahlreichen Großstädten her kannte", berichtet Bedronka.

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In dem viergeschossigen Mehrfamilienhaus waren noch vier von acht Wohnungen bewohnt, deren Mieter in andere Wohnungen der GWG in Breyell vermittelt wurden, sodass dem Umbau zum Kindergarten mit Kindertagesstätte nichts mehr im Wege stand. Nach Ostern starteten die Umbaumaßnahmen, die GWG baute die einzelnen Geschosse nach den Vorstellungen und Wünschen der Arbeiterwohlfahrt als Träger der Kita um, nachträglich wurden ein Aufzug sowie auf der Gartenseite ein Fluchttreppenhaus aus Stahl mit einer behindertengerechten Rampe eingebaut. "Es blieben nur die Außenmauern stehen", berichtet Birgit Hammann. Der Haupteingang wurde auf die Rückseite des Hauses verlegt.

Die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt fand nun am Lötscher Weg beste räumliche Voraussetzungen für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren vor. Anfang November zog die Kita mit Sack und Pack in das Haus am Lötscher Weg ein. "Viele unserer Kinder kommen aus dem Wohngebiet hier, wir denken, dass mit der Einrichtung der Kita auch das Wohnumfeld aufgewertet wird", sagt Henning Ehlers von der Awo. Gleichzeitig mit dem Umzug kam die Zertifizierung zum Familienzentrum, 60 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren besuchen die Kita, zwölf U3-Kinder werden hier zurzeit betreut. Im Frühjahr soll das Außengelände fertiggestellt werden. "Es geht weiter mit der Awo", erzählt Henning Ehlers. und Bernd Bedronka fügt lächelnd hinzu: "Und Gehälter wie Miete sind bezahlt", sagt er und spricht dabei die finanziell angespannte Situation der Awo an.

(ivb)