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Dach des Baubetriebshofes in Lobberich erhält große Solarstromanlage

Klimaschutz in Nettetal : Dach des Baubetriebshofes erhält große Solarstromanlage

Die Anlage liefert pro Jahr eine Strommenge, die für 70 vierköpfige Familien ausreicht. Sie kostet rund 330.000 Euro.

Die Bündnisgrünen um ihren Fraktionsvorsitzenden Guido Gahlings wollen im nächsten Ausschuss des Nettebetriebs einen Prüfantrag einreichen. Dabei soll untersucht werden, ob in Nettetal weitere Dächer von öffentlichen Gebäuden mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet werden können. „Bisher haben wir nur die Auskunft der Stadtverwaltung, dass bei vielen Dächern aus statistischen Gründen eine Nachrüstung nicht mehr möglich oder schwierig sei“, erklärte Gahlings auf Anfrage. Die Grünen wollten sich aber für einen weiteren Photovoltaik-Ausbau einsetzen.

Bereits gelungen ist es ihnen dies für die Dächer des Baubetriebshofes in Lobberich; sie werden mit einer großen Photovoltaikanlage bestückt. Diesen Antrag hatten die Bündnisgrünen gestellt. Die Investitionskosten inklusive Netzausbau liegen bei rund 328.000 Euro. 21 Prozent der produzierten Stroms wird der Bauhof selbst verbrauchen. Die übrigen 79 Prozent werden in das Netz eingespeist. Dabei ist mit einer Amortisierungszeit von 14,5 Jahren zu rechnen, wie Solarberater Andreas Haut von den Stadtwerken Nettetal im Nette-Betriebsausschuss erläuterte.

In Nettetaler Stadtgebiet gibt es bereits einige Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden; Beispiele sind etwa die Dächer des Städtischen Krankenhauses und der Turnhalle der Städtischen Gesamtschule in Nettetal-Breyell.

Die neue Anlage auf dem Dach des Baubetriebshofs soll pro Jahr 200.000 Kilowattstunden Strom erzeugen und innerhalb der nächsten 20 Jahren über zweitausend Tonnen CO2 gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung einsparen. Guido Gahlings freute sich, dass nun eine derart große Anlage realisiert wird. „Das ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in unserer Stadt“, meinte der Fraktionschef. „Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien kommen wir weiter auf dem Weg zur Klimaneutralität, auf dem aber noch viele weitere Schritte folgen müssen.“

Der Eigenstromverbrauch und die Wirtschaftlichkeit der Anlage könne weiter gesteigert werden, wenn beim Bauhof verstärkt auf E-Mobilität gesetzt wird. Die Fahrzeuge könnten direkt vor Ort mit Sonnenstrom betankt werden: „So lässt sich die Energiewende mit der Verkehrswende hin zu mehr fossilfreien Antrieben verbinden“, so Gahlings.